Vertrauenskrise
Unicef: Staatsanwaltschaft verstärkt Ermittlungen

In der Vertrauenskrise des Kinderhilfswerks Unicef in Deutschland hat die Kölner Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen verstärkt. Ins Visier der Ermittler ist unter anderem eine Lebensversicherung für den mittlerweile zurückgetretenen Geschäftsführer geraten. Auch die KMPG-Prüfer wurden nochmals angehört.

HB MÜNCHEN/KÖLN. Oberstaatsanwalt Günther Feld bestätigte am Samstag in Köln einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“. Es würden neue Unterlagen der deutschen Unicef-Sektion überprüft, darunter auch Dokumente über eine Lebensversicherung, die das Hilfswerk in Köln zugunsten des am Freitag zurückgetretenen Geschäftsführers Dietrich Garlichs finanziert haben soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Ende November gegen Garlichs wegen des Anfangsverdachts der Untreue.

Feld bestätigte auch, dass Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungs- Gesellschaft KPMG zu ihrem Unicef-Sondergutachten angehört worden seien. Unicef sieht seine Spitze durch das KPMG-Gutachten entlastet, es seien „keine Verschwendung von Geldern, keine Unregelmäßigkeiten oder gar Satzungs- oder Gesetzesverstöße“ festgestellt worden. KPMG hatte dagegen betont, dem Management sei kein strafbares Verhalten anzulasten, es habe aber „Verstöße gegen bestehende Regeln“ gegeben.

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