Verurteilter Terror-Helfer
Motassadeq beschwert sich beim Verfassungsgericht

Der als Terror-Helfer verurteilte Mounir el Motassadeq hat beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen das Urteil des Bundesgerichtshofs eingelegt.

HB HAMBURG. Eine Sprecherin des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe bestätigte am Freitag den Eingang der Verfassungsbeschwerde. Der gebürtige Marokkaner war wegen Verstrickung in die Terroranschläge vom 11. September 2001 vom Bundesgerichtshof wegen Beihilfe zum Mord in 246 Fällen verurteilt worden.

Laut Urteil hatte Motassadeq enge Kontakte zur Hamburger Terrorzelle um Mohammed Atta und wusste von den geplanten Flugzeugentführungen. Das Strafmaß muss nun das Oberlandesgericht Hamburg festlegen, das Motassadeq nur zu sieben Jahren Haft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt hatte. Dem früheren Studenten drohen nun bis zu 15 Jahre Haft. Der Prozess beginnt am 5. Januar. Motassadeq sitzt in Untersuchungshaft.

Im „Hamburger Abendblatt“ begründet Anwalt Udo Jacob die Verfassungsbeschwerde damit, dass die Feststellung des Tötungsvorsatzes für Motassadeq durch den BGH unzulässig sein. Die Anwälte hatten mehrfach betont, ihr Mandant sei unschuldig.

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