Verzicht auf Bundestagsmandat
Schröder nimmt Abschied vom Parlament

Im Oktober 1980 zog Gerhard Schröder erstmals in den Bundestag ein, etwas mehr als ein Vierteljahrhundert später zieht er sich daraus zurück: Der scheidende Bundeskanzler verzichtet darauf, sein Bundestagsmandat wahrzunehmen. Am Mittwoch legt er es nieder.

HB BERLIN. Das kündigte Schröder am Montag vor der SPD-Bundestagsabgeordneten an. Bislang hatte er offen gelassen, ob er sein Mandat wahrnehmen will. Er war über die SPD-Landesliste Niedersachen ins Parlament eingezogen. Der Regierungschef, der 1998 ins Amt gekommen war, hatte aber bereits angekündigt, dass er in Zukunft wieder als Rechtsanwalt arbeiten will.

Schröder will sich offenbar das Schicksal seines Vorgängers Helmut Kohl ersparen, der als CDU-Hinterbänkler in die parlamtarische Bedeutungslosigkeit versunken war. Mit dem Rückzug aus dem Bundestag gibt Schröder sein letztes politisches Amt auf. Den SPD-Vorsitz hatte er im März 2004 an Franz Müntefering abgegeben, seitdem ist er "nur" einfaches Parteimitglied.

Gerhard Schröder, der 1944 in Mossenberg/Lippe im Ostwestfalen geboren wurde, war 1980 erstmals in den Bundestag eingezogen. Sechs Jahre später gab er das Mandat auf, um Chef der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag zu werden. Von 1990 bis 1998 war er Ministerpräsident des Landes, bis er 1998 die Bundestagswahl gewann und zum Kanzler gewählt wurde. Sein Bundestagsmandat nahm er bis jetzt parallel wahr.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%