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Verzicht auf Doktortitel: Guttenberg bleibt, der Imageschaden auch

exklusiv Die Union steht fest zu ihrem Verteidigungsminister. Nach Umfragen bleibt er der beliebteste Politiker. Auch im Internet formieren sich seine Fans. Doch Experten sehen sein Image dauerhaft beschädigt.

Zu Guttenberg bei der CDU-Veranstaltung am Montagabend im hessischen Kelkheim. Quelle: dpa
Zu Guttenberg bei der CDU-Veranstaltung am Montagabend im hessischen Kelkheim. Quelle: dpa

Düsseldorf/BerlinVerteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) kämpft um seinen Ruf - und damit um seine politische Karriere. Dafür gibt er sogar seinen Doktortitel auf. Am Montagabend hatte er nach massiven Plagiatsvorwürfen im hessischen Kelkheim seinen dauerhaften Verzicht auf den Doktortitel erklärt. Er war damit einem Urteil der Universität Bayreuth - die sich heute Nachmittag offiziell äußern will - über seine Dissertation zuvor gekommen.

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Experten sehen darin einen Befreiungsschlag von Guttenberg, denn "die Meinung von neutraler wissenschaftlicher Seite kann ihm gefährlich werden", sagte der Chef des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, Klaus-Peter Schöppner, Handelsblatt online. Angriffe der Opposition hingegen muss Guttenberg nach Ansicht von Schöppner nicht fürchten: "Die Bevölkerung wertet solche Angriffe leicht als parteipolitisches Kalkül und stellt sich die Frage: Haben die nichts Besseres zu tun." Ähnlich bewertet es Forsa-Chef Manfred Güllner. Gegenüber Handelsblatt Online sagte er: "Die Opposition ist schlecht beraten, wenn sie zu diesem Thema permanent Stellung bezieht."

Grünen-Chefin Claudia Roth hatte Guttenbergs Erklärung am Morgen scharf kritisiert: "Das war ein dreister Auftritt mit populistischen Mitteln." Der Minister versuche, "mit Demutsgefasel etwas als Kavaliersdelikt darzustellen". Das sei nicht akzeptabel.

Allerdings sieht auch Güllner das Ansehen des Ministers durch die Vorwürfe dauerhaft beschädigt. Dessen Vorgehen sieht er skeptisch: "Am Freitag sagt er noch, die Arbeit sei kein Plagiat und nach der Lektüre am Wochenende gibt er den Doktortitel am Montag zurück - ich sehe darin keine erfolgreiche Strategie." Guttenberg selbst habe stets großen moralischen Anspruch an den Tag gelegt, daran werde er jetzt gemessen. "Die Kritik trifft diesmal direkt die Person, nicht den Minister. Das wiegt schwer. Guttenbergs Nimbus ist stark angekratzt und das wird auch so bleiben." Aktuelle Umfragen sollten nicht täuschen. "Er ist noch beliebt, hat aber bereits Zuspruch verloren. Mittel- und langfristig werden die Zustimmungswerte weiter zurückgehen." Auch Schöppner sieht Guttenbergs Image in Gefahr: "Glaubwürdigkeit bleibt für einen Politiker die wichtigste Eigenschaft."

  • 22.02.2011, 21:43 UhrAnonymer Benutzer: LInker_Bildleser

    @ Rainer_j
    Zumindest die "linken" BILD-Leser haben im Laufe des Tages ihre Meinung geändert: 54 Prozent sind mittlerweile der Auffassung, dass KTG gehen muss. Und das, obwohl BILD über die Affäre so gut wie nicht berichtet hat.

  • 22.02.2011, 21:20 UhrAnonymer Benutzer: Rainer_J

    @brummelcat

    Wir wollen gerade diese "Medien" nicht!;-)

    Die einzige Erkenntnis des Tages ist, dass im Internet die gleichgeschaltete linke Presse ihr Meinungsmonipol verloren und die Menschen sich nicht mehr aufhetzen lassen und selber denken.

    Die Menschen lassen sich nicht mehr von der gleichgeschalteten linken Presse verführen. Meinungsmache ist nicht mehr! Die Presse sollte sich das hinter die Ohren schreiben!

  • 22.02.2011, 21:13 UhrAnonymer Benutzer: Stimmenkaeufer

    >>Im Online-Netzwerk Facebook fand das Forum mit dem Titel "Gegen die Jagd auf Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg" bis Montagmittag mehr als 120.000 Unterstützer.

    Nach Ansicht des Politikberaters Michael Spreng macht diese Unterstützung den Minister weitgehend unangreifbar.<<

    Die Erklärung:
    http://usocial.net/facebook_marketing/

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