Vetternwirtschafts-Affäre

Seehofer greift „Bluthunde“ in den Medien an

Der CSU-Vorsitzende bläst zum Gegenangriff: Im Zuge der Affäre um seine Kollegen im Landespräsidium geht Horst Seehofer gegenüber den Medien in die Offensive. Das ZDF räumt einen Fehler in der Berichterstattung ein.
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Im Regen sitzen gelassen: Horst Seehofer bei einem Interview mit ARD und ZDF im vorigen Jahr. Quelle: dpa

Im Regen sitzen gelassen: Horst Seehofer bei einem Interview mit ARD und ZDF im vorigen Jahr.

(Foto: dpa)

MünchenAls Reaktion auf die Vorwürfe von Medien in der Vetternwirtschafts-Affäre geht der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer zum Gegenangriff über. Der bayerische Ministerpräsident warf dem ZDF und anderen Medien am Montag falsche und schlampige Berichterstattung vor. „Wie wenn man auf der Treibjagd ist, und die Bluthunde wittern eine Blutspur. Da wird nicht mehr links und rechts geschaut, das ist schlimm.“ Er werde ab jetzt mit aller Konsequenz gegen solche Vorfälle vorgehen. „Wir lassen nicht mit uns Schlitten fahren.“

Anlass der Kritik war unter anderem ein Bericht des ZDF-„heute journals“ über Seehofers Nominierung als CSU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Die Redaktion hatte gemeldet, FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß sei aus einem CSU-Werbefilm herausgeschnitten worden - was laut CSU nicht stimmte. Moderator Claus Kleber habe dazu in einer Stellungnahme des Senders erklärt, das hätte „nicht passieren dürfen“, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag).

  • dpa
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22 Kommentare zu "Vetternwirtschafts-Affäre: Seehofer greift „Bluthunde“ in den Medien an"

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  • Es geht nicht um das Gehalt, es geht um die "Sonderzuwendungen". Es wird schon seine Gründe haben, dass Abgeordnetenkorruption nicht in das deutsche Strafgesetzbuch aufgenommen obwohl genau dies seit 2003 international auch von der Bundesrepublik gefordert wird.

    Wenn es also eine doppelte Moral in der Praxis gibt, dann wird man offensichtlich bei den Politikern am ehesten fündig.

    Demzufolge hat also jeder Abgeordnete den anderen Abgeordneten in der Hand. Der einzige, der dies ändern und Schluss machen kann, ist der Wähler.

  • Seehofer stellt immer ein beliebtes Ziel für den Foenmob dar, das liegt wohl an seiner Stärke und dem Gefühl der Ohnmacht seiner Kritiker....

    Hier geht es aber (ausnahmsweise)nicht um Seehofer, sondern wiedermal um dermaßen dummes Mediengeschwätz, daß die Möchtegern-Moralisten beim ZDF sogar schon Informationsfälschern auf den Leim gehen.

    Streuung gezielter Falschinformationen durch irgendwen (guess who? wohl kaum die CSU...) und Volksverarschung aus Recherchenachlässigkeit durch die 4. Macht im Staate, die GEZ-Medien....

  • Tja Herr Seehofer, lieber Bluthunde als Drecksäcke im Kabinett.

  • Seehofer sollte über seinen Ruhestand nachdenken, aber
    zu reduzierten Konditionen.
    Der bayerische Saustall sollte mal effektiv ausgemistet
    werden.
    Wer so doof ist, darf sich nicht wundern, wenn bei den
    nächsten Wahlen - egal ob Landtags- oder Bundestagswahl-
    ein dickes MINUS zu verzeichnen sein wird.
    Korupptes, verkommenes Mafiagesockse.

  • +++ Eilmeldung +++


    Der Einzige, der sich im Ton vergreift ist Seehofer selbst.

    ECHO- wie es in den Wald schallt, schallt es nun auf unseren Horstl zurück.

    Für ihn eine verkehrte Welt. Für uns eine Genugtuung. Seehofer merkt überhaupt nicht, dass er sich mit solchen Äußerungen zum Gespött macht. Er hat jegliche Bodenhaftung längst verloren.



    +++ Eilmeldung +++

  • Vor dem Hintergrund des Fall Mollaths ist die Schelte des Ministerpräsidenten Horst Seehofer absolut unangemessen und er ist zur Mäßigung aufgefordert.

    Wären die Medien "Bluthunde", wäre er und Teile seines Kabinetts sicherlich aufgrund seines "Krisenmanagements" in obigem Fall nicht mehr im Amt. Davon darf man ohne Spekulation ausgehen.

  • "Das dürfen Sie ruhig senden!"

    So oder so ähnlich klang es noch vor Kurzem aus Seehofers Mund. Da war er nämlich in "seinem Element". Über andere redet es sich ungeniert, aber selbst beim leisesten Ansatz von Kritik den "beleidigte bayerischen Leberkäs" mimen.

    Seehofer sollte endlich in seinem AMIGO-Staat mit dem Ausmisten beginnen. Es ist gut, dass ihn die Medien dabei kritisch begleiten. Er braucht sie offensichtlich, da er anderenfalls schnell wieder die Motivation verlieren könnte und alles beim Alten bliebe.

  • Ach her jeh, der arme arme Seehofer, er kann einem soooo leid tun. Die böse Presse ist Schuld und berichtet falsch!!!

    Egal ob da was rausgeschnitten wurde oder nicht, fakt ist, Hoeneß ging händchenhaltend mit der CSU und wird es auch weiter tun! Alte Seilschaften halten bekanntlich zusammen!

    Eine Offenlegung der Summen die an Verwandte bezahlt wurden wäre nur fair gegenüber dem Steuerzahlen!

    Wer kontrolliert denn, wer und wieviel wirklich wieder an den Staat zurückzahlt?
    Waren das auch nur schnelle Erklärungen um das Dummvolk zu beschwichtigen?

    Da könnte sich Seehofer konstruktive Gedanken machen, anstatt sich über die Medien zu ärgern!

    Das ZDF wie auch ARD und alle Regionalen öffentl.rechtl.Sender werden von unseren Zwangsgebühren bezahlt und da wünsche ich mir keine Einmischung aus der Politik in die Berichterstattung!

  • Würden Sie denn auch ihr Gehalt veröffentlichen? Dient ja dann auch der Transparenz.

  • Beim Ausnehmen des Volkes will man sich nun mal nicht stören oder gar kritisieren lassen.


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