"Viele Leute wurden beschäftigt"
Mecklenburg-Vorpommern mit eigenem Seilbahngesetz

Obwohl es im flachen Nordosten gar keine Seilbahn gibt, hat Mecklenburg-Vorpommern nun ein eigenes Seilbahngesetz. Die Ausfertigung des 35 Seiten starken Gesetzes habe einen hohen bürokratischen Aufwand erfordert, sagte Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD) am Mittwoch nach Verabschiedung des 32 Paragrafen umfassenden Werks.

HB SCHWERIN. Viele Leute seien beschäftigt worden. Dass das Gesetz jemals angewendet wird, ist sehr unwahrscheinlich.

Hintergrund des neuen Gesetzes ist eine EU-Richtlinie, nach der in allen Ländern gleiche Standards gelten sollen. Hätte der Nordosten die Richtlinie ignoriert, hätte eine tägliche Strafe von bis zu 791 000 € gedroht. In dem Gesetz werde definiert, was eine Seilbahn ist und wie sie technisch ausgestattet sein muss.

Selbst an Mecklenburg-Vorpommerns höchster Erhebung, dem 179 Meter hohen Helpter Berg zwischen Woldegk und Strasburg, wird nach Einschätzung des aus Bayern stammenden Ministers auch künftig keine Seilbahn gebaut. „Wir können durch ein Gesetz zwar beschließen, dass die Alpen in Mecklenburg-Vorpommern liegen, aber deswegen sind sie noch lange nicht hier.“

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