Viele Minijobs werden als Nebentätigkeit ausgeübt
"Nur geringe Arbeitsplatzeffekte durch Minijob-Reform"

Die Reform der Minijobs vor einem Jahr hat nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums bisher nur geringe positive Wirkungen auf den Arbeitsmarkt gehabt. „Der Nettoarbeitsplatzeffekt der neuen Minijobregelung dürfte (...) zwischen 100 000 und 150 000 liegen“, heißt es in dem Sachstandsbericht des Ministeriums vom Februar, der dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe) vorliegt.

BERLIN. Verlässliche Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) gebe es nur bis Juni 2003. Demnach betrage der Nettoeffekt der Neuregelung bis zu diesem Zeitpunkt rund 100 000. Nach Schätzungen der BA habe sich die Zahl bis Ende Oktober aber nur noch geringfügig erhöht.

Der Bericht begründet die geringe Arbeitsmarktwirkung mit der hohen Zahl von Minijobs, die als Nebentätigkeit ausgeübt werden (1,3 Mill.) sowie mit der Anhebung der Verdienstgrenze auf 400 Euro, durch die zuvor sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in Minijobs umgewandelt wurden. „Die von der Bundesknappschaft unlängst behauptete Anzahl von einer Million neu geschaffener Arbeitsplätze seit der Neuregelung kann an Hand der Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht belegt werden", heißt es in dem Sachstandsbericht.

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