Vogelgrippe
Stallpflicht nur noch in Risikogebieten

Viele deutsche Geflügelzüchter dürfen ihre Tiere ab Mitte Mai wieder ins Freie lassen: Die Stallpflicht, die wegen der Vogelgrippe erlassen worden war, wird auf so genannte Risikogebiete begrenzt.

HB BERLIN. Bund und Länder einigten sich am Donnerstag nach kontroverser Debatte darauf, die unbefristete Verlängerung der bundesweiten Stallpflicht fallenzulassen. Dies hatte Bundesagrarminister Horst Seehofer verlangt und zur Begründung auf das nach wie vor hohe Risiko der Vogelgrippe in Deutschland verwiesen.

Ab 16. Mai gilt die Stallpflicht nur nur in Regionen, in denen infizierte Wildvögel nachgewiesen wurden, eine hohe „Geflügeldichte“ besteht und in denen es Feuchtgebiete gibt. Jeden Monat soll die Lage neu bewertet werden.

Aus Anlass der Tagung des Bund und Ländern demonstrierten am Donnerstag in Berlin mehrere tausend Baueren gegen eine unbefristete bundesweite Stallpflicht und für die Freilandhaltung. Der Bauernverband warnte vor dem wirtschaftlichen Aus für Legehennenhalter mit kleineren Tierbeständen. Eine Stallpflicht mit nur wenigen Ausnahmen könne zum finanziellen Ruin führen. Die Rassegeflügelzüchter begrüßten die Begrenzung der Pflicht auf Risikogebiete. Das dürfe aber nicht auf Dauer geschehen, sagte Verbandsgeschäftsführer Thomas Zöller.

Die Geflügelzüchter klagen über Einbußen von rund sechs Millionen Euro in Zuchtbetrieben von Hennen, Enten und Gänsen bis Ende April. Die größten Verluste gebe es bei den Hennenhaltern, teilte der Deutsche Bauernverband mit. Obwohl Gänse nur einen Bruchteil des Federviehs in Deutschland ausmachen, ist der Verlust mit rund einer Million Euro relativ hoch.

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