Vogelgrippe
Stallpflicht soll weiter gelten

Das Bundesagrarministerium will wegen der Vogelgrippe-Gefahr vorerst an der Stallpflicht für Geflügel in Risikogebieten festhalten.

HB BERLIN. „So lange die Experten auf der Insel Riems uns deutlich machen, dass derzeit kein Anlass zur Entwarnung besteht, halten wir es für richtig, das Verfahren aufrechtzuerhalten“, sagte Agrarstaatssekretär Gert Lindemann am Samstag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Erst wenn das Friedrich-Loeffler-Institut auf Riems bei Greifswald das Risiko als deutlich kleiner beurteile, könne über Änderungen nachgedacht werden.

Erstmals nach knapp drei Monaten war in der vergangenen Woche wieder ein Vogelgrippe-Fall in Deutschland aufgetreten. Ein toter Trauerschwan aus dem Dresdner Zoo wurde positiv auf das Virus H5N1 getestet, das auch für den Menschen gefährlich ist. Für eine tote Reiherente war praktisch Entwarnung gegeben worden, ein weiterer Test soll bis Anfang der Woche endgültig Klarheit bringen.

Bundesweit muss das Federvieh zunächst bis Ende Februar zum Schutz vor der Vogelgrippe im Stall bleiben. Die Stallpflicht gilt in der Nähe des Fundorts infizierter Tiere, an Seen und Feuchtgebieten sowie in Regionen mit viel Geflügel. Für die Risikogebiete haben die Länder großflächige Ausnahmen festgelegt. Der Bundesrat stimmte im Juli für eine Verlängerung der Stallpflicht. Sie dürfe wegen der gravierenden Auswirkungen aber nicht von Dauer sein, forderten die Länder.

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