Volker Beck fühlt sich nicht angesprochen
Müntefering kritisiert grünen Koalitionspartner

HB BERLIN. Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat von den Grünen eine effizientere Zusammenarbeit verlangt. Der Alltag von Rot-Grün müsse wieder größere Dynamik bekommen und dürfe sich nicht so oft «im ewig langen Palaver» verlieren, sagte Müntefering am Sonntag im Deutschlandfunk. Bei politischen Entscheidungen dürfe man sich «nicht so lange hinschleppen».

Die Koalitionsparteien sollten intensiver und früher als bisher «die Dinge miteinander diskutieren und auf den Punkt bringen und nicht der erstaunten Öffentlichkeit lange Phasen des Streites und der Wahrheitsfindung» bieten, sagte Müntefering.

Keine Partei und keine ideologische Linie habe von Anfang an die Wahrheit auf ihrer Seite, sagte Müntefering. «Und da muss klar sein, dass unsere Ansichten von den Dingen mindestens so viel wert sind wie die der Grünen.» Als gelungene Beispiele für Kompromisse nannte er die jüngst vereinbarten rot-grünen Entwürfe für das Energiewirtschaftsgesetz, das zweite Gentechnik-Gesetz und das Anti-Diskriminierungsgesetz.

Die Grünen fühlten sich von der Forderung des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering nach einer effizienteren Zusammenarbeit nicht angesprochen. «Ich sehe das alles nicht an uns gerichtet», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, der Nachrichtenagentur dpa.

Beck sagte, er unterstütze ausdrücklich die Linie «mehr Klärung nach Innen, keine Indiskretion nach Außen und dann gemeinsames Vertreten der gemeinsamen Beschlüsse nach Außen. Das finde ich sehr richtig und würde mich freuen, wenn sich daran alle halten».

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