Volksfest in Schorndorf
„Sinnbild für Schwierigkeiten der Integration“

Das Volksfest in Schorndorf steht mit seinen Übergriffen für Spahn als Sinnbild für das tägliche Geschehen in Deutschland. Das CDU-Führungsmitglied forderte eine ehrlichere Debatte über die Probleme der Integration.
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BerlinNach den Übergriffen und Krawallen beim Volksfest in Schorndorf hat CDU-Führungsmitglied Jens Spahn eine ehrlichere Debatte über die Probleme der Integration in Deutschland gefordert: „Schorndorf ist nur ein Sinnbild dafür, was jeden Tag an vielen Orten in Deutschland passiert. Es wird immer klarer, wie groß die Aufgabe der Integration ist“, sagte Spahn der „Welt“ (Mittwoch).

Am Wochenende waren bei dem Fest durch Flaschenwürfe mehrere Menschen verletzt worden, zudem gab es sexuelle Übergriffe. Die Polizei in Aalen ermittelt gegen drei Afghanen und einen Iraker wegen des Verdachts sexueller Belästigung einer 17-Jährigen und einer 25-Jährigen. Die vier jungen Männer sind auf freiem Fuß. Bei den Belästigungen hatte auch Alkohol eine Rolle gespielt.

Die deutsche Gesellschaft laufe Gefahr, antisemitischer, schwulenfeindlicher, machohafter und gewaltaffiner zu werden, als sie bisher gewesen sei, sagte der Staatssekretär im Finanzministerium. Jeden Tag könne man in Regionalzeitungen von Übergriffen auf Frauen lesen: „Damit müssen wir uns auseinandersetzen. Zu viele sind der Meinung: Jede andere Kultur ist per se eine Bereicherung. Was wir da täglich als Abwertung von Frauen erleben, empfinde ich nicht als Bereicherung.“

Spahn räumte ein, beim Thema Islam eine „besondere Sensibilität“ zu haben: „Sie müssten sich in einer islamischen Gesellschaft einen Bart wachsen lassen. Aber Homosexuelle wie ich werden vom Turm geworfen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Volksfest in Schorndorf: „Sinnbild für Schwierigkeiten der Integration“"

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  • @Herr Keizer

    Alles gut und richtig.

    Nur die Debatte, die Herr Spahn in diesem Interview mit "der Welt" will, dreht sich ausschließlich um Integration - nicht um die Beseitigung der tatsächlichen Ursachen.

    Als "Christ" hält er brav die andere Wange hin. So verstehe ich den wiedergegebenen Gesprächsinhalt aus seinem Interview.

    Und wir sollen es ihm gleich tun.

  • Die Augen zu und weiter Parteien, allen voran die Union wollen nicht die Wahrheit sehen und vor allem wollen sie keinen Zustandsbericht über den Zustand in unserem Land. Es geht nicht allein um die Asylanten mein lieber Spahn, es geht um das Gesamtpaket . Das ist gefährlich für Menschen , die später hier bleiben müssen aus Geldmangel, aber nicht für diejenigen die Fiktiv ihre Koffer schon gepackt haben und jederzeit das Land verlassen können. Wenn ich sehe was alles im Bundestag sitzt und wenn ich sehe wie Uninteressiert die Sitzungen laufen , weil alles schon hinter Türen besprochen ist, wird mir schlecht.

    Wenn es mal in den Medien eine Doku geben würde , wie es in den Kommunal
    Parlamenten aussieht in Deutschland , käme man der Wahrheit ein gutes Stück näher. Aber das traut sich keine der Medien Bundesweit auf dem Tisch zu bringen.

  • Wenn Spahn eine ehrlichere Debatte will, dann sollte er diese Debatte auch über die wirklichen Probleme führen. Das ist in D aber nicht erwünscht. Das Problem sind die unkontrolliert nach D kommenden Menschen aus anderen Kulturkreisen, die sich hier allenfalls in Parallelgesellschaften integrieren. Das wäre umgehend zu unterbinden. Die NOG's müßten für ihr Treiben im Mittelmeer direkt verantwortlich gemacht werden. Ein weiteres Problem, das nicht mehr thematisiert werden darf, ist die zunehmende Islamisierung Europas. Welche Gefahr davon ausgeht, kann man doch in fast allen islamischen Ländern beobachten. Am 03.07.2017 erschien in der FAZ ein Beitrag über die Unterdrückung der Christen in der Türkei. Wenige Tage später war zu lesen, wie sich Vertreter türkischer Islamvereine aufgeführt haben, weil an einer Wuppertaler Schule Muslime nicht auf den Fluren beten durften. Mein Kommentar dazu in faz-net wurde gelöscht. Dabei wurden nur Tatsachen widergegeben, die in den Artikeln standen. Wer seinen gesunden Menschenverstand einschaltet und diese Probleme noch sieht, wird als ausländerfeindlich und islamophob beschimpft. Die von Spahn geforderte Debatte ist völlig sinnlos, da keine Konsequenzen aus möglichen Erkenntnissen gezogen würden. Genau das verhindern nämlich er und seine Abgeordnetenkollegen und fast alle Medien.

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