Alte und neue VW-Spitze

Der Vorstandsvorsitzende des VW-Konzerns, Müller (r.), muss seinen Posten räumen. Nachfolger soll der derzeitige VW-Markenchef Diess werden.

(Foto: dpa)

Volkswagen Chefwechsel bei VW – Politiker fordern Signal im Dieselskandal

VW baut seine Konzernspitze um. Vom neuen Vorstandschef erhoffen sich Politiker wieder mehr Bewegung in der Dieseldebatte.
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„Matthias Müller war immer nur ein Übergangskandidat“

„Matthias Müller war immer nur ein Übergangskandidat“

BerlinPolitiker von SPD und FDP hoffen, dass mit dem Chefwechsel bei Volkswagen wieder Bewegung in die Debatte um Entschädigung für die vom Abgasskandal betroffenen VW-Kunden kommt.

„VW sollte von Manipulation betroffenen Kunden auch ohne Sammelklage sofort eine Nachrüstung oder Entschädigung anbieten“, sagte der ehemalige Verbraucher-Staatssekretär Ulrich Kelber (SPD) dem Handelsblatt. VW möge wirtschaftlich wieder erfolgreich sein, fügte der Bundestagsabgeordnete hinzu. Aber das Vertrauen von Verbrauchern und Politik sei „nachhaltig beschädigt“.

Ähnlich äußerte sich die Vize-Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Daniela Kluckert (FDP). „Ich hoffe auf ein Signal an die betroffenen Verbraucher, dass VW beim Diesel-Skandal seiner Verantwortung gerecht wird“, sagte die FDP-Politikerin dem Handelsblatt mit Blick auf den früheren BMW-Manager und aktuellen VW-Markenchef Herbert Diess, der aller Voraussicht nach neuer Vorstandschef der gesamten Volkswagen-Gruppe wird.

Vor dem neuen Vorstandschef der Volkswagen AG liege eine „große Aufgabe“, sagte Kluckert weiter. „Er ist insbesondere gefordert, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, das sein Vorgänger im hohen Maße verspielt hat.“

VW hatte am Dienstag überraschend einen Umbau des Vorstands angekündigt: Konzernchef Matthias Müller muss gehen, nach Handelsblatt-Informationen soll Markenchef Diess Nachfolger werden. Der Wechsel an der VW-Spitze könnte bereits am kommenden Freitag bei einer Sitzung des Aufsichtsrats beschlossen werden.

Die Grünen kritisierten, Personalpläne änderten wenig daran, dass VW aus ihrer Sicht bisher nicht ausreichend aus den Folgen des Diesel-Skandals gelernt habe. „Egal, wer an der Spitze steht: Der Konzern hat sich nach all den Jahren des Betrugs seiner Verantwortung immer noch nicht gestellt“, meinte Parteichefin Annalena Baerbock. „Wir brauchen die verpflichtende Nachrüstung für die manipulierten Fahrzeuge auf Kosten der Konzerne.“

Im Dieselskandal spielte Müller eine unrühmliche Rolle. Er sah nicht ein, betroffene Kunden in Europa ähnlich zu entschädigen wie in Amerika. „Emotional“ könne er den Ärger von Kunden und Verbraucherschützern nachvollziehen. Aber: „Man kann das nicht über einen Kamm scheren, denn die Ausgangssituation ist völlig unterschiedlich“, sagte Müller einmal in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

„Den Kunden in Europa entsteht ja kein Nachteil, weder beim Verbrauch noch bei den Fahreigenschaften“, betonte Müller seinerzeit, Ende 2016. „Und wenn ich das anfügen darf: Auf der einen Seite kritisieren viele die amerikanische Gesetzgebung in anderen Zusammenhängen, siehe TTIP. Wenn es aber darum geht, selbst Vorteile daraus zu ziehen, scheint das amerikanische Recht auf einmal der richtige Weg zu sein.“

Auch eine Hardware-Nachrüstung für schmutzige Diesel-Pkw lehnte Müller ab. Erst kürzlich betonte er, dass er dies für „nicht sinnvoll“ halte.

Dabei bekräftigte Müller vor kurzem bei der Vorstellung der Konzernbilanz, dass es in der Dieselkrise in der gesamten Autoindustrie Defizite gab: „Wir bei Volkswagen wissen, dass wir selbst dafür mitverantwortlich sind, dass sich diese Debatte derart zugespitzt hat. Wir wissen aber auch, dass unser Unternehmen – und unsere Branche insgesamt – Teil der Lösung sein muss und sein kann.“

Mittlerweile seien mithilfe der Umweltprämie über 160.000 Kunden auf moderne Fahrzeuge umgestiegen.

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4 Kommentare zu "Volkswagen: Chefwechsel bei VW – Politiker fordern Signal im Dieselskandal"

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  • JETZT INFORMIERT ? :-)))))))))))))))

    Genügte nicht oder sind Sie jetzt mein Fan geworden und wollen eine Zugabe ?

    OK, ZUGABE KOMMT !

    -Auch bei VW und AUDI werden die Mitarbeiter informiert und wer dann gegen die Informationen handelt und nicht die Infos mit ins Grab nehmen will der wird entlassen oder dann solange gemobbt bis man von alleine geht.

    ABER WER ALS MITARBEITER SEINE KOLLEGEN ÜBER DAS VERSAGEN DER FÜHRUNGEN INFORMIERT, wird als rebell abgestempelt, dann werden alle mögliche fehler gesucht und man wird sogar direkt provoziert damit man kontra gibt und sofort raus fliegt !

    Und wenn es nicht genügt dann steht der Oberster Chef mit der Stoppuhr vor dem WC bis man raus kommt.

    Die wassermenge zum Händewaschen wurde bisher noch nicht vom Lohn abgezogen, zum Glück.

    Aber etwa in Neckarsulm bei der AUDI AG Pausen gestrichen, damit die rentabolität des werkes besser da stand damit der Zuschlag vom bauen des AUDI A2 damals kam.

    WELCHE RENTABILITÄT BRACHTE DER DIESEL SKANDAL ?????



  • Herr Toni Ebert
    11.04.2018, 10:44 Uhr
    Oky, ein gesehen, ein Kulturwandel muss her. Und dort, wo es ums Geld geht, schafft man auch Fakten, wie man gerade bei Deutscher Bank und VW sieht.

    Wann endlich fliegen die Köpfe in den verlogenen Medien?
    Auch da wäre es nett, wenn endlich die Lügenbarone abziehen.

    ..................................

    Was wollen Sie den noch mehr haben ?

    Sie werden doch jetzt sogar doppelt informiert.

    Manchmal sogar dreifach !

    EINMAL sehr kurze reale nachrichten im Radio und TV ( dieses verursachen aber keine extra Einschaltquoten ).

    ALSO

    Werden Sie zum zweiten dann mit FAKE NEWS informiert, da klingelt die Kassen der Medien dann auch richtig.

    SELBST SCHAUSPIELER erlauben sich Skandale um dadurch in erneute Aufmerksamkeit des Betrachters in erinnerung zurück zu kommen.

    UND POLITIKER,

    haben für uns Alternative wahrheiten.

    DANN IST DA NOCH UNSER NACHBAR der nicht richtig versteht was in den nachrichten und Medien stand, aber dann nach seine version es falsch weiter gibt, der nächster Nachbar gibt es wieder noch falscher weiter und und und.

    Und wenn man es Neutral machen will, dann erzählt man darüber :
    " WAS DER FREUND MEINES FREUNDES WUßTE ! "

    Und da ist dann jede Art der Information oder desinformationen alle Türen offen.

    JETZT INFORMIERT ? :-)))))))))))))))

  • Oky, ein gesehen, ein Kulturwandel muss her. Und dort, wo es ums Geld geht, schafft man auch Fakten, wie man gerade bei Deutscher Bank und VW sieht.

    Wann endlich fliegen die Köpfe in den verlogenen Medien?
    Auch da wäre es nett, wenn endlich die Lügenbarone abziehen.

  • VOLKSWAGEN
    Was die Politik von der neuen VW-Spitze erwartet
    VW baut seine Konzernspitze um. Vom neuen Vorstandschef erhoffen sich Politiker von Koalition und Opposition ein Signal an die geschädigten Diesel-Kunden.

    .............

    Setzt doch die neue Führung bei VW nicht so unter Druck weil der Deutscher STAAT immer noch mit 20% an VW beteiligt ist und wenn mal an VW das geld knapp wird um etwa wieder Neue Fabriken in CHINA zu bauen dann schießt der Deutscher Staat wieder ein Paar Milliarden Euro nach etwa unter den Vorwand es sei für weitere Entwicklungen im Bereich der so wichtig erwartete Elektromobilität von VW !

    DIE KONKURRENZ AUS CHINA ÜBERSCHWEMMT DANN ZWISCHENZEITLICH GANZ EUROPA mit ELEKTRO AUTOS & TANKSTELLEN.

    Macht euch also nicht so einen schweren Kopf, laufen muß niemanden.
    NUR DIE MARKEN NAMEN ÄNDERN SICH IN EUROPA IN DER ZUKUNFT !

    Wie lautet auf Chinesisch :

    UND LÄUFT UND LÄUFT UND IST MADE IN CHINA !

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