Vom Gast zum Star
Erfolgreich – dank der Caritas

Manchmal gehört ein Quäntchen Glück dazu, um als Einwanderer in Deutschland richtig Fuß zu fassen. So wie bei Serkan Sahin. Der junge Türke arbeitet heute im Prüffeld des Deutz-Werkes in Köln-Porz und überwacht den reibungslosen Ablauf der Motorenmontage.

KÖLN. Dabei sah es lange so aus, als ob der heute 30-Jährige einmal zur großen Gruppe der Immigranten ohne Berufsabschluss gehören würde – so wie jeder dritte Einwanderer. Dass es schließlich doch anders kam, liegt auch an In Via, einer Initiative der Caritas.

Sahins Biografie verlief ähnlich wie die vieler Türken in der Bundesrepublik. Vor rund 40 Jahren kommt sein Vater nach Deutschland, findet Arbeit bei dem traditionsreichen Motorenhersteller. 1976 wird sein Sohn Serkan geboren und wächst im Kölner Arbeiterstadtteil Kalk auf. In Köln-Buchheim geht er zur Schule – so wie viele andere Ausländerkinder.

Dann beginnt die Gratwanderung zwischen der türkischen und der deutschen Heimat. Als Serkan acht ist, schicken seine Eltern ihn wieder in die Türkei zur Schule. Dort wählt er als Fremdsprache Deutsch, was ihm später sehr helfen wird. Als er 1990 wieder nach Köln zu den Eltern zurückkommt, schafft er locker den Abschluss der Hauptschule: „Ich hatte die Noten für den Übergang zur Realschule, wollte aber meinen Zwillingsbruder nicht allein lassen“, erinnert sich Sahin. Die Familie bedeutet ihm viel – wie vielen Türken.

Doch nach dem Schulabschluss lässt Sahin die Zügel schleifen. Um eine Lehrstelle bewirbt er sich gar nicht erst: „Ich war zu faul“, bekennt er freimütig, obwohl er heute glücklich ist, die Ausbildung zum Automobiltechniker gemacht zu haben. Schon allein deshalb, weil er in diesem Jahr seine deutsche Freundin heiraten will, mit der er seit zehn Jahren zusammenlebt.

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