Vom Rauswurf bis zur Tolerierung: Hintergrund: Rauchergesetze in Europas Kneipen

Vom Rauswurf bis zur Tolerierung
Hintergrund: Rauchergesetze in Europas Kneipen

In etlichen europäischen Ländern ist Rauchen in der Öffentlichkeit und in Lokalen bereits verboten, teilweise schon seit Jahren. Die Strafen für Raucher variieren dabei stark:

In Schweden und Norwegen gilt in Restaurants und Lokalen ein striktes Rauchverbot. Uneinsichtigen Rauchern droht im Extremfall der Rauswurf. Bußgelder können nicht verhängt werden. Bei den Betreibern können Bußgelder in nicht genannter Höhe verhängt und im Wiederholungsfall die Schankbewilligung entzogen werden.

In Italien, wo seit Anfang 2005 das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden, Restaurants und sogar in Cafébars verboten ist, kommt es nur recht selten zu Übertretungen. Tatsächlich sind die Strafen empfindlich und reichen von 27 bis 275 Euro. Sind Kinder anwesend, kann die Strafe verdoppelt werden. Vor allem aber: Die Wirte sind an einer Einhaltung des Verbots interessiert. Denn wer das Rauchen in seinem Lokal toleriert, muss bis zu 2200 Euro Strafe zahlen. Schlimmstenfalls verliert der Wirt sogar seine Konzession.

In Frankreich wird das Rauchen in Bars und Restaurants erst am 1. Januar 2008 verboten. Seit dem 1. Februar ist ein generelles Rauchverbot in Betrieben, Bahnhöfen, Flughäfen und anderen öffentlichen Plätzen in Kraft. Einem Raucher drohen dort 68 Euro Geldstrafe, dem Arbeitgeber oder Institut 135 Euro. 175 000 Beamte mit allgemeinen Kontrollaufgaben sollen über die Einhaltung wachen.

In Belgien gibt es seit Jahresbeginn ein generelles Rauchverbot für Restaurants, Cafés und Lokale. Die Wirte können speziell ausgewiesene Raucherzonen eingerichten, für deren Abtrennung und Belüftung aber strenge Vorschriften gelten. In Kneipen bleibt das Qualmen erlaubt, wenn weniger als ein Drittel des Umsatzes mit Mahlzeiten erwirtschaftet wird. Wirte und Gäste, die wiederholt gegen die neuen Regeln verstoßen, drohen Bußgelder zwischen 150 und 1650 Euro.

In Spanien gibt es zwar ein Rauchverbot in Flughäfen, Bahnhöfen, und am Arbeitsplatz, aber nicht für Kneipen. Die wenigen Restaurants mit über 100 Quadratmeter Fläche müssen Raucher- und Nichtraucherzonen räumlich abtrennen. Alle anderen Bars, Kneipen und Restaurants mit weniger als 100 Quadratmeter mussten sich entscheiden. Die große Mehrheit der Besitzer - nach Schätzungen über 90 Prozent - entschied sich dafür, das Rauchen in ihren Lokalen weiter zuzulassen. Von daher darf in den meisten spanischen Kneipen weiterhin geraucht werden.

Griechenland und Zypern bleiben das Paradies der Raucher. Abgesehen von Krankenhäusern und in der Athener U-Bahn darf überall geraucht werden. Es gibt lediglich einige Verordnungen mit denen Restaurants verpflichtet werden, 50 Prozent Nichtrauchertische zu haben. Dies wird jedoch nicht eingehalten. Eine Strafe von 80 Euro ist zwar vorgesehen, bislang hat jedoch niemand eine Strafe gezahlt.

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