Von 14 auf 3 Prozent: Der tiefe Fall der FDP

Von 14 auf 3 ProzentDer tiefe Fall der FDP

Seit der Bundestagswahl im September 2009 hat die FDP Wahlen, ihre Parteispitze und ihre Mitglieder verloren. Die Partei läuft Gefahr, aus drei weiteren Landtagen zu fliegen. Die Fehltritte der Liberalen im Überblick.

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    Kommentare zu " Von 14 auf 3 Prozent: Der tiefe Fall der FDP"

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    • Und dann war da noch jüngst: die Zuwanderung von Facharbeitern aus Nicht-EU-Staaten zu fördern.
      Das sieht so aus, als ob man einigen Geschäftsführern zu Diensten sein wollte, die den Markt schätzen, wenn sie die Preise drücken können, aber ihn aber aushebeln wollen, wenn die Arebitnehmer gerade Oberwasser haben.
      Das sind mir feine Verfechter der Marktwirtschaft.

    • Die FDP muss eines verstehen: In einer Zeit, in der die Partei widerspruchslos Euro-Rettungspaketen von zig Mrd zustimmt, sind Forderungen nach Steuersenkungen oder nach Erhöhung der Pendlerpauschale einfach lächerlich.

      Beim Steuerzahler glaubwürdig kann sie nur wieder werden, wenn sie sich gegen die immensen Risiken zur Wehr setzt, die dem dt. Staatshaushalt aufgelastet werden sollen.

      Mit immer neuen sinnlosen Steuersenkungsideen verspielt sie den kläglichen Rest an Sympatheien auch noch.

    • Die FDP hat sich bereits vor der Bundestagswahl mit der Koalitionsaussage "nur mit der UNION(unseriöser Politiker)" festgelegt. Es war eine leichte Übung seitens der UNION folglich die FDP politisch auflaufen zu lassen. Ferner war es für die UNION sehr leicht, die FDP mediengerecht zu überfordern und darzustellen, "Gurkentruppe". Die dadurch entstandene Situation ließ Guido Westerwelle förmlich die Felle davon schwimmen. Er machte sich stark, tönte inmitten eines sozialistisch geprägten Deutschland über altrömische Dekadenz. Das war eine Stellungnahme welche jeden Sozi ermuntert das Maul noch weiter aufzureißen. Schlechter konnte es für die FDP überhaupt nicht kommen. Viel Feind, viel Ehr, lief nicht mehr!
      Es stellte sich fortan die Frage, wofür die FDP überhaupt noch steht.
      Eigentlich müßte sich die FDP dort neu aufstellen, wo der Platz der UNION sein sollte. Würde z.B. die CSU(sozialistische UNION) als direkte Opposition zur CDU Landesverbände stellen, würde sich das politische Gefüge zu Ungunsten einer Koalition mit der FDP deutlich verändern. Soweit nach links kann sich die FDP überhaupt nicht auslegen um an die UNION heran zureichen. Eine Koalition mit der SPD scheint tragfähiger. Ferner hat die FDP die Chance mittels direkte Demokratie eine politische Linie zu organisieren. Dieses mit sehenden Auges, das die "Piraten" noch lange nicht regierungsfähig sind, vielleicht auch nie werden. Zurück zur Demokratie wäre für die FDP die Chance die politische Mitte zu stellen.

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