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Von BB bis ZZ: Um was wir die Franzosen beneiden

Ob Brigitte Bardot oder Zinédine Zidane, die Esskultur oder die unglaubliche Landschaft: Es gibt jede Menge kleine Gründe, warum wir Deutschen auf unsere Nachbarn neidisch sind – wenn auch nur ein bisschen.

  • Keine andere schmollt so unvergesslich wie sie: Die Schauspielerin Brigitte Bardot. Immerhin hat Deutschland Claudia Schiffer, der ja häufig nachgesagt wurde, sie sei die neue „Bardot“. Doch nichts geht über das Original. Ein Grund für ein kleines bisschen Neid.

    Keine andere schmollt so unvergesslich wie sie: Die Schauspielerin Brigitte Bardot. Immerhin hat Deutschland Claudia Schiffer, der ja häufig nachgesagt wurde, sie sei die neue „Bardot“. Doch nichts geht über das Original. Ein Grund für ein kleines bisschen Neid.
  • Ich bin neidisch auf: den Mont Ventoux. Der Berg ist ein Mythos. Weithin sichtbar erhebt er sich über die wunderschöne Provence, knapp 2000 Meter hoch, oben kahl und zerklüftet wie eine Mondlandschaft. Es gibt wohl keine andere Erhebung in Mitteleuropa, auf die man sich so schön mit einem Rad hinaufquälen kann. (Jörg Hackhausen)

    Ich bin neidisch auf: den Mont Ventoux. Der Berg ist ein Mythos. Weithin sichtbar erhebt er sich über die wunderschöne Provence, knapp 2000 Meter hoch, oben kahl und zerklüftet wie eine Mondlandschaft. Es gibt wohl keine andere Erhebung in Mitteleuropa, auf die man sich so schön mit einem Rad hinaufquälen kann. (Jörg Hackhausen) Quelle: ap
  • In Deutschland wird gerne die dunkle Seite des technologischen Fortschritts thematisiert: noch verheerendere Waffen, Umweltrisiken bei der Energiegewinnung oder beim Abbau von Bodenschätzen, Veränderung des globalen Klimas. Ich würde mir mitunter ein etwas ungezwungeneres Verhältnis zum technologischen Fortschritt wünschen, wie es den Franzosen nachgesagt wird. Denn er bedeutet auch: neue Waffen im Kampf gegen Krankheiten, Hunger und Naturkatastrophen oder neue Möglichkeiten zu Informationsaustausch und Wissenserwerb. (Thomas Trösch)

    In Deutschland wird gerne die dunkle Seite des technologischen Fortschritts thematisiert: noch verheerendere Waffen, Umweltrisiken bei der Energiegewinnung oder beim Abbau von Bodenschätzen, Veränderung des globalen Klimas. Ich würde mir mitunter ein etwas ungezwungeneres Verhältnis zum technologischen Fortschritt wünschen, wie es den Franzosen nachgesagt wird. Denn er bedeutet auch: neue Waffen im Kampf gegen Krankheiten, Hunger und Naturkatastrophen oder neue Möglichkeiten zu Informationsaustausch und Wissenserwerb. (Thomas Trösch) Quelle: ap
  • Neidisch bin ich auf jeden Fall die französische Weinvielfalt. Den Rotweinen aus dem Bordeaux und dem Rose aus der Provence. Zumal traditionell gekelterte Rotweine aus Frankreich Wunder bewirken – wie das Handelsblatt vor längere Zeit berichtet hat. (Jürgen Röder)

    Neidisch bin ich auf jeden Fall die französische Weinvielfalt. Den Rotweinen aus dem Bordeaux und dem Rose aus der Provence. Zumal traditionell gekelterte Rotweine aus Frankreich Wunder bewirken – wie das Handelsblatt vor längere Zeit berichtet hat. (Jürgen Röder) Quelle: ap
  • Deutschland hat die Lüneburger Heide. Aber nichts ist vergleichbar mit dem Farbenspiel und dem Duft tausender Lavendelstauden der Provence. Hätten wir auch gerne, die Oase.

    Deutschland hat die Lüneburger Heide. Aber nichts ist vergleichbar mit dem Farbenspiel und dem Duft tausender Lavendelstauden der Provence. Hätten wir auch gerne, die Oase.
  • Frankreich lockt mit den Stränden und dem milden Klima der Côte d’Azur im Osten. Doch im Westen zeigt sich das Land von seiner raueren Seite. Kilometerlang, versteckt hinter Dünen, zieht sich die Atlantikküste mit ihren breiten Sandstränden entlang. Und das Beste: die Wellen, manchmal mehrere Meter hoch, die zum Wellenreiten und Surfen einladen. Ja, wir haben die Nordsee. Doch das ist nun wirklich nicht vergleichbar. (Maike Freund)

    Frankreich lockt mit den Stränden und dem milden Klima der Côte d’Azur im Osten. Doch im Westen zeigt sich das Land von seiner raueren Seite. Kilometerlang, versteckt hinter Dünen, zieht sich die Atlantikküste mit ihren breiten Sandstränden entlang. Und das Beste: die Wellen, manchmal mehrere Meter hoch, die zum Wellenreiten und Surfen einladen. Ja, wir haben die Nordsee. Doch das ist nun wirklich nicht vergleichbar.  (Maike Freund) Quelle: dpa
  • Ja, auch das Autoressort ist ein bisschen neidisch. Franzosen haben überhaupt kein Problem damit, eine Stoßstange im ursprünglichen Wortsinn zu benutzen. Deshalb sind sie auch meist nicht lackiert. Oder zumindest nicht für lange. Und niemand regt sich auf. Das ist wunderbar unverkrampft im Vergleich zum Gebaren im deutschen Parkraum. Auch das Verhältnis zur Hupe ist deutlich entspannter. (Frank Heide)

    Ja, auch das Autoressort ist ein bisschen neidisch. Franzosen haben überhaupt kein Problem damit, eine Stoßstange im ursprünglichen Wortsinn zu benutzen. Deshalb sind sie auch meist nicht lackiert. Oder zumindest nicht für lange. Und niemand regt sich auf. Das ist wunderbar unverkrampft im Vergleich zum Gebaren im deutschen Parkraum.  Auch das Verhältnis zur Hupe ist deutlich entspannter. (Frank Heide) Quelle: SAP/dpa
  • Nicht umsonst hat das französische Essen eine Auszeichnung der besonderen Art bekommen: Das „gastronomische Mahl der Franzosen“ gehört in die Unesco-Weltkulturerbe-Liste. Das soll Deutschland erst einmal nachmachen.

    Nicht umsonst hat das französische Essen eine Auszeichnung der besonderen Art bekommen: Das „gastronomische Mahl der Franzosen“  gehört in die Unesco-Weltkulturerbe-Liste. Das soll Deutschland erst einmal nachmachen.
  • Paris, die Stadt, die jeder auch unter ihrem Beinamen „Stadt der Liebe“ kennt, um die darf man die Nachbarn bestimmt ein bisschen beneiden.

    Paris, die Stadt, die jeder auch unter ihrem Beinamen „Stadt der Liebe“ kennt, um die darf man die Nachbarn bestimmt ein bisschen beneiden. Quelle: dapd
  • Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Paris, um das berühmteste Gemälde der Welt zu sehen: Leonardo da Vincis „Mona Lisa“. Ein Grund für ein kleines bisschen Neid.

    Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Paris, um das berühmteste Gemälde der Welt zu sehen: Leonardo da Vincis „Mona Lisa“. Ein Grund für ein kleines bisschen Neid. Quelle: AFP
  • Ja, jährlich lockt das Filmfestival von Cannes die ganz Großen aus Hollywood und den Rest der Welt auf den Roten Teppich. Aber wir gönnen unseren Nachbarn diese Besonderheit – wir haben ja Berlin.

    Ja, jährlich lockt das Filmfestival von Cannes die ganz Großen aus Hollywood und den Rest der Welt auf den Roten Teppich. Aber wir gönnen unseren Nachbarn diese Besonderheit – wir haben ja Berlin. Quelle: SAP/dpa
  • Einer der ganz Großen: Der Schriftsteller und Philosoph Jean-Paul Sartre. Auch wenn wir Deutschen nun ganz bestimmt einige große Denker vorzuweisen haben. Ein bisschen darf man unserer Nachbarn auch um diesen hier beneiden.

    Einer der ganz Großen: Der Schriftsteller und Philosoph Jean-Paul Sartre. Auch wenn wir Deutschen nun ganz bestimmt einige große Denker vorzuweisen haben. Ein bisschen darf man unserer Nachbarn auch um diesen hier beneiden. Quelle: ap
  • Wie schön ist es, in einem kleinen Cafe den Tag zu beginnen, bei Croissant und Café au lait. Gemütlich in den Tag hineinleben und die Passanten beobachten. Das gibt es so nur in Frankreich.

    Wie schön ist es, in einem kleinen Cafe den Tag zu beginnen, bei Croissant und Café au lait. Gemütlich in den Tag hineinleben und die Passanten beobachten. Das gibt es so nur in Frankreich. Quelle: AFP
  • Auch in Deutschland gibt es Weltstars wie Fußballer Zinédine Zidane. Doch so häufig Fußballer des Jahres wie der Franzose, wurde in Deutschland noch keiner. Allein Ronaldo schaffte genau wie Zidane drei Mal. Ein Grund, ein wenig neidisch zu sein.

    Auch in Deutschland gibt es Weltstars wie Fußballer Zinédine Zidane. Doch so häufig Fußballer des Jahres wie der Franzose, wurde in Deutschland noch keiner. Allein Ronaldo schaffte genau wie Zidane drei Mal. Ein Grund, ein wenig neidisch zu sein.