Deutschland
Von der Abgabe zum Pakt

Angesichts einer drohenden Rekordlücke bei den Lehrstellen hatte SPD-Chef Franz Müntefering zunächst eine Ausbildungsabgabe propagiert.

Die Abgabe: Angesichts einer drohenden Rekordlücke bei den Lehrstellen hatte SPD-Chef Franz Müntefering zunächst eine Ausbildungsabgabe propagiert. Dabei sollten Unternehmen mit einer Ausbildungsquote von unter sieben Prozent Geld bezahlen. Diese Mittel sollten dann solchen Unternehmen zufließen, die überdurchschnittlich viel ausbilden. Die Kritik: Die Kritiker bezeichneten die Abgabe als bürokratisches Monstrum. Auch in der SPD gab es – vor allem von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement – Widerstand gegen die Pläne Münteferings.

Der Pakt: Unter dem Eindruck der drohenden Gesetzesregelung schlug die Wirtschaft einen freiwilligen Ausbildungspakt vor. Für drei Jahre sollen jeweils 30 000 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Die SPD beschloss daraufhin, die geplante Abgabe auf Eis zu legen. Allerdings soll die Einhaltung des Pakts regelmäßig überprüft werden. Die Lücke: Ende Juni standen 279 300 noch nicht vermittelten Jugendlichen 102 300 freie Ausbildungsplätze gegenüber.

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