Von der Leyen im Irak
Mehr Hilfe im Kampf gegen den IS

Die Bundesverteidigungsministerin beendet ihren Besuch im Irak. Sie sicherte weitere Unterstützung beim Wiederaufbau und im Kampf gegen den IS zu. Dabei denkt sie auch an eine Rückkehr vieler Flüchtlinge in ihre Heimat.

ErbilZum Abschluss ihres Besuchs im Irak hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem Land Unterstützung beim Wiederaufbau zurückeroberter Dschihadistengebiete in Aussicht gestellt. „Die Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Heimat muss auch begleitet werden von einem zivil-militärischen Aufbau“, sagte von der Leyen am Dienstag nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der autonomen Kurdenregion im Nordirak, Massud Barsani, in Erbil. Hier sei eine weitere Zusammenarbeit „auf hohem Niveau möglich.“

Als konkrete Aufgabenfelder nannte die Ministerin die Minenräumung sowie den Bau von Gas-, Wasser- und Elektrizitätsleitungen. Dies seien „Felder, auf denen wir viel miteinander arbeiten können“. Zuvor werde es allerdings „noch ein langer, schwerer Kampf werden“, alle Gebiete aus der Gewalt der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu befreien.

Kurdenpräsident Barsani gilt als einer der wichtigsten Verbündeten des Westens im Kampf gegen den IS. Der Politiker steht seit zehn Jahren an der Spitze der Region. Im August lief das Mandat des 69-Jährigen ab, er will aber gegen Widerstände weiter im Amt bleiben und führt seine Rolle im Kampf gegen den IS als Argument für eine längere Amtszeit ins Feld.

Die IS-Miliz hatte im Sommer vergangenen Jahres Teile des Iraks und des benachbarten Syriens erobert und dort ein islamisches „Kalifat“ ausgerufen. Seither begingen die Islamisten zahlreiche Gräueltaten. Eine Militärkoalition unter Führung der USA bekämpft die IS-Dschihadisten in beiden Ländern aus der Luft, Deutschland ist daran aber nicht beteiligt.

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