Von-der-Leyen-Plan: Millionen für marode Kasernen

Von-der-Leyen-Plan
Millionen für marode Kasernen

Ratten und Schimmel in den Kasernen! So schlug der Wehrbeauftragte Königshaus zu Jahresbeginn Alarm. Jetzt reagiert Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen - kurz bevor Königshaus seinen Jahresbericht präsentiert.
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BerlinVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Mittel für die Sanierung der maroden Bundeswehr-Kasernen um 250 Millionen Euro aufgestockt. In den nächsten drei Jahren sollen nun 750 Millionen statt der bisher eingeplanten 500 Millionen Euro ausgegeben werden, sagte die CDU-Politikerin der „Rheinischen Post“ (Montag). Bei den 2500 Unterkunftsbauten, die bestehen bleiben sollen, gebe es enormen Modernisierungsbedarf.

Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hatte Anfang des Jahres Alarm geschlagen und von Ratten, Schimmel und undichten Fenstern in den Kasernen berichtet. Er forderte ein milliardenschweres Sanierungsprogramm über mehrere Jahre. An diesem Dienstag stellt Königshaus seinen letzten Jahresbericht vor. Er wird im Mai vom SPD-Politiker Hans-Peter Bartels abgelöst.

Nach Angaben des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Bonn weisen 38 Prozent der Bundeswehrgebäude größere Mängel auf. Weitere neun Prozent sind sogar komplett unbewohnbar


Von der Leyen sagte, seit September seien rund 3100 Sofortmaßnahmen vom neuen Duschkopf bis zur dringenden Dachsanierung angeschoben worden. „Davon sind heute bereits 800 abgeschlossen. Das zeigt, wie lang der Weg ist“, sagte die Ministerin.

Außerdem berichtete sie von einem Freiwilligen-Rekord. Mit 11 000 freiwillig Wehrdienstleistenden hat die Bundeswehr den höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht Mitte 2011 erreicht. Die Kurve gehe vor allem bei den weiblichen Einsteigern steil nach oben, sagte von der Leyen. 2011 seien im Startquartal rund 3500 Männer eingestellt worden - und nur 55 Frauen. Im zuletzt gemessenen Quartal seien es zehnmal so viele Frauen gewesen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Liebe Frau Webster! nun weinen sie sich doch nicht dumm und dämlich. Die Deutschen arbeiten sich doch nicht zu Tode. Dafür haben wir doch die Migranten. Und wenn sich Deutsche zu Tode arbeiten wollten, das geht nicht, denn das ist verboten. Nach 10 Stunden ist Schluss mit masochistischen Berufsneigungen, zumindest für Beamte und Angestellte. Und wer trotzdem weitermalocht der macht es freiwillig oder ist reif für die Therapie. Und was bitte tut man denn dem gemeinen Volk an? Man nötigt es in den Urlaub mindestens 30 Tage im Jahr! Man lässt die Menschen nicht solange arbeiten wie sie wollen! Sie haben das recht auf bezahlte Arbeitsunterbrechungen bis zu 10 Minuten jederzeit und nach Bedarf. nur alle 6 Stunden müssen sie eine unbezahlte Pause von 1/2 Stunde erdulden; die ist dann aber locker mal ne Stunde lang. Also bitte mal halblang. uns geht es super. Noch nie haben wir weniger gearbeitet und mehr dafür bekommen! noch nie hatten wir soviel Freizeit. Und gerade hat man wieder die Verrentung nach unten verschoben. Natürlich gibt es da Dinge, die wir nicht goutieren. Z B die Mähr von der Lügenpresse: wie war das mit den Kosten der Immigranten? ach ja ne Stiftung sprach vom einem Milliardengewinn in unsere Sozialkassen. Herr Prof. Sinn relativierte diesen Betrag ein wenig. jetzt kostet ein Immi den Michel nur knapp 80 000€ pro Stück. Warum zahlen das nicht die Industrie und Gutmenschen? Solange wir uns das alles leisten können und noch viel mehr(Junker´s System) geht es uns doch gut.
    oder?

  • Man laesst die Deutschen zu Tode arbeiten, dass sie garnicht mehr die Kraft haben sich um die Politik zu kuemmern.Es ist eine Schande was man mit dem "gemeinen" Volk antut.

  • Da kann ich Sie nur ünterstützen Herr Traustein.
    Der Staat hätte schon genug damit zu tun, seine hoheitlichen Pflichten zu erfüllen, hier: Verteidigung. Für sexuelle Belästigung unserer Kinder im Unterricht ist er nicht nur nicht zuständig, sondern sollte diese im Gegenteil unterbinden.
    Und den inzwischen unüberschaubar gewordenen vielen anderen Firlefanz (der zumeist nur dem Unterhalt windiger Studienabbrecher, genannt "Ideologen" dient), sollte er gefälligst auch lassen.
    Klassische Hoheitsaufgaben - fertig; dann wären ganz nebenbei auch die Steuern wieder auf einem erträglichen Niveau !

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