von der Leyen rückt nach
Arentz fällt bei Präsidiumswahl durch

Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Hermann-Josef Arentz, ist nicht in das Parteipräsidium wiedergewählt worden. Er war wegen seiner Tätigkeit für den RWE-Konzern in die Kritik geraten.

HB DÜSSELDORF. Arentz sagte auf dem Bundesparteitag am Montag in Düsseldorf, er stehe nach dieser Niederlage im ersten Wahlgang nicht für eine zweite Abstimmung zur Verfügung. Für ihn solle die niedersächsische Sozialministerin Ursula von der Leyen ins CDU-Präsidium aufrücken.

Arentz hatte nach Parteiangaben bei der Abstimmung als einziger der sieben Präsidiums-Kandidaten das nötige Quorum von 50 Prozent der gültigen Stimmen verfehlt. Nur 326 und damit 33,78 Prozent der gültigen Stimmen entfielen auf ihn. „Ich akzeptiere das Ergebnis“, sagte Arentz, der bereits in seiner Bewerbungsrede Fehler eingeräumt und sich entschuldigt hatte. Er schlage nun Von der Leyen als Kandidatin vor. Die 46-jährige Mutter von sieben Kindern sei eine „klasse Kandidatin“.

Arentz stand seit 1992 auf der Gehaltsliste der Rheinbraun AG, heute RWE Power AG. Nach Medienberichten, wonach der 51-Jährige ohne erkennbare Arbeitsleistung 60 000 Euro jährlich sowie ein großzügiges kostenfreies Stromkontingent zusätzlich erhalten hatte, ließ Arentz das Arbeitsverhältnis ruhen. Der Energiekonzern erklärte, wegen der zunehmenden zeitlichen Belastung durch seine politische Funktion habe Arentz seine Tätigkeit schrittweise verringert und zuletzt nur noch für punktuelle Beratung zur Verfügung gestanden.

Bereits im ersten Wahlgang wurden Wolfgang Schäuble, Dagmar Schipanski, Hildegard Müller und Jörg Schönbohm wieder in das Präsidium gewählt. Neu aufgerückt in das Gremium ist Karl-Josef Laumann als Nachfolger des ausgeschiedenen Friedrich Merz. Schäuble erzielte bei der Abstimmung mit 853 Stimmen und 88,4 Prozent das beste Ergebnis.

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