Vor Bundestagswahl
Moderatoren für Kanzler-Duell stehen fest

Die ARD hat sich entschieden: Talkerin Anne Will wird das Kanzlerkandidaten-Duell für den Sender moderieren. Für ProSiebenSat.1 ist der umstrittene Stefan Raab vor der Kamera – und ZDF und RTL bleiben bei Altbewährtem.
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BerlinWill, Illner, Raab, Kloeppel: Die Moderatorenriege für das TV-Duell von Angela Merkel (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) steht fest. Den Schlagabtausch kurz vor der Bundestagswahl im September moderiert für die ARD diesmal Anne Will (46). Das entschieden die ARD-Fernsehdirektoren am Dienstag in Frankfurt, wie das Erste mitteilte.

RTL und ZDF teilten am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit, dass sie ihre bewährten Journalisten Maybrit Illner (48) und Peter Kloeppel (54) schicken werden. Für ProSiebenSat.1 geht dieses Mal der Entertainer Stefan Raab (46) ins Rennen, wie bereits Mitte Februar bekanntgeworden war. Die ARD, das ZDF, RTL und die ProSiebenSat.1-Gruppe richten die TV-Duelle gemeinsam aus. Die Bundestagswahl findet am 22. September statt.

Um Raabs Nominierung hatte es Wirbel gegeben. Nach anfänglicher Kritik akzeptierte inzwischen auch SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück den Entertainer („Schlag den Raab“, „TV total“). Raab hatte bei ProSieben zuletzt die Polit-Talkshow „Absolute Mehrheit“ gestartet.

Zur Wahl 2009 hatte die ARD Frank Plasberg in die Duelle der Kanzlerkandidaten geschickt, 2005 und 2002 Sabine Christiansen. Für Sat.1 war 2009 und 2002 Peter Limbourg im Einsatz, 2005 war es Thomas Kausch. „Seitens RTL ist Chefredakteur Peter Kloeppel gesetzt“, sagte ein RTL-Sprecher am Dienstag der dpa. Das Zweite in Mainz teilte mit: „Das ZDF sieht keinen Grund, eine Besetzung, die sich in den vergangenen drei Duellen bewährt hat, zu verändern.“

Die „4:2-Lösung“ mit vier Fragestellern und zwei Kandidaten ist dagegen immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Die starre Form ist bei den beteiligten Sendern umstritten, aber dem Konsens geschuldet.

Immer wieder wird auch eine Version mit allen Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien ins Spiel gebracht, vor allem weil sogenannte kleine Partien größer geworden sind. Die Kandidaten der Volksparteien plädieren aber für ein Duell nach Vorbild der USA und gegen ein Quartett oder gar Quintett.

Bei der Bundestagswahl 2009 war das TV-Duell genau zwei Wochen vor dem Urnengang - zwischen 20.30 und 22.00 Uhr - ausgestrahlt worden. Das eher harmlose Scharmützel der beiden damaligen Kanzlerkandidaten Merkel und Frank-Walter Steinmeier (SPD) kam auf insgesamt etwa 14,2 Millionen Zuschauer bei ARD, ZDF, RTL und Sat.1. Im Jahr 2005 hatte das Duell zwischen der damaligen Herausforderin Merkel und Amtsinhaber Gerhard Schröder fast 21 Millionen Menschen gereizt.

Wahrscheinlich wird es 2013 wieder nur ein TV-Duell geben, auch wenn Peer Steinbrück für zwei Duelle wirbt: eines im Privatfernsehen und eines bei den Öffentlich-Rechtlichen. Merkels Sprecher Steffen Seibert betonte wiederholt, es gebe keinen Grund, von der bewährten Tradition abzuweichen, alle großen Themen in einer einzigen Sendung zu debattieren.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vor Bundestagswahl: Moderatoren für Kanzler-Duell stehen fest"

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  • Bei dem Niveau von Merkel und Steinbrück hätte ich mir Thomas Gottschalk und Heidi Klum gewünscht. Beide blond und ..... eben passend.

  • Das "Kanzlerduell" ist doch sowieso nur Säbelrasseln. Die Fragen müssen vorher genehmigt werden, die Antworten stehen schon im Vorfeld fest. Dafür verschwende ich keine 1,5 Stunden meiner Lebenszeit.

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