Vor dem Abgang: Merkels Umgang mit Wackelkandidaten

Vor dem Abgang
Merkels Umgang mit Wackelkandidaten

In der Causa Wulff fällt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bislang durch ihr anhaltendes Schweigen auf. In den vergangenen Jahren hat sie diese Taktik auch in anderen Fällen angewandt. Doch nicht immer wartet sie ab, manchmal prescht sie auch vor und setzt andere unter Druck - etwa in der Affäre Sarrazin.

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    Kommentare zu "Merkels Umgang mit Wackelkandidaten"

    Alle Kommentare
    • Wer profitiert eigentlich von diesen Ereignissen, die nun ach so urplötzlich "aufgedeckt" werden?

      ##### Wollte der Bundespräsident die ESM-Gesetze stoppen?

      Sein Todesurteil #####

      Die mediale Jagd auf unseren Bundespräsidenten erreicht in diesen Tagen einen Höhepunkt. Nun beteiligen sich auch Medien daran, die sich bisher eher zurückhaltend und abwägend geäußert haben. Die veröffentlichte Meinung signalisiert eindeutig: Es gibt keine Alternative mehr zu einem Rücktritt. Keine Frage, Christian Wulff ist bisher alles andere als ein starker Präsident. Aber unabhängig davon, wie man seine Verfehlungen einschätzt, sollte sich der kritische Beobachter an dieser Stelle fragen: Cui bono? Wer profitiert eigentlich von diesen Ereignissen, die nun ach so urplötzlich "aufgedeckt" werden? Wer könnte ein Interesse daran haben, Wulff abzusägen oder zumindest massiv in die Defensive zu drängen?
      Drehen wir die Zeit gut vier Monate zurück: Am 24. August 2011 hält Christian Wulff in Lindau auf einem Treffen von Nobelpreisträgern seine vielleicht bemerkenswerteste Rede als Bundespräsident. Für die meisten völlig überraschend kritisiert er den Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB und die Rettungsaktionen der europäischen Politiker: "Wer heute die Folgen geplatzter Spekulationsblasen allein mit Geld und Garantien zu mildern versucht, verschiebt die Lasten zur jungen Generation und erschwert ihr die Zukunft. All diejenigen, die das propagieren, handeln nach dem Motto: Nach mir die Sintflut." Eine schallende Ohrfeige für Angela Merkel und die Riege der Befürworter von Rettungsschirmen und Transferunion.

      Mit schönem Gruß aus Schloss Bellevue.


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