Deutschland

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Vor dem Abgang: Merkels Umgang mit Wackelkandidaten

In der Causa Wulff fällt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bislang durch ihr anhaltendes Schweigen auf. In den vergangenen Jahren hat sie diese Taktik auch in anderen Fällen angewandt. Doch nicht immer wartet sie ab, manchmal prescht sie auch vor und setzt andere unter Druck - etwa in der Affäre Sarrazin.

von Martin DowideitBild 3 von 9

... und selbst als die Belege sich häuften, dass zu Guttenberg im großen Stil abgekupfert hatte, wich sie nicht von seiner Seite. Merkel sagte, sie habe Guttenberg nicht als wissenschaftlichen Assistenten eingestellt, sondern als Verteidigungsminister. Diese Aussage brachte ihr viel Kritik von Wissenschaftlern ein. Letztlich nützte Merkels Treue dem Gescholtenen nichts: Guttenberg trat am 1. März 2011 zurück.

Bild: Reuters