Vor dem Wahlkampf
Steinmeier setzt auf „Mecki“

Ein McKinsey-Mann wird Wirtschaftsberater im Wahlkampfteam von Frank-Walter Steinmeier: Markus Klimmer, bei der Unternehmensberatung zuständig für öffentliche Aufträge, soll das ökonomische Pofil des SPD-Kandidaten stärken. Bei seinem Arbeitgeber ist Klimmer nicht unumstritten.

BERLIN. Der eine geht, der andere kommt: Gestern noch trat Wolfgang Clement, einst Superminister in der Regierung Schröder, aus der Partei aus, schon sickert durch, dass Frank-Walter Steinmeier einen Unternehmensberater zum Wirtschaftdenker in sein Wahlkampfteam beruft: Markus Klimmer, 44 Jahre alt, kündigt seinen Job als Partner bei McKinsey und wird von Januar bis Oktober 2009 für den Kanzlerkandidaten der SPD arbeiten. Er soll Steinmeiers Wirtschaftsprofil schärfen.

Steinmeier und Klimmer kennen sich seit 15 Jahren, noch aus Hannoveraner Zeiten, und pflegen ein vertrauensvolles Verhältnis. Zudem ist Klimmer überzeugter Sozialdemokrat. Aus dieser Verbundenheit heraus hat er Steinmeier seine Hilfe angeboten - pro bono.

Seit 2001 verantwortet Klimmer bei den "Meckis", wie sich die Mitarbeiter von McKinsey selbst nennen, den Bereich der öffentlichen Aufträge. Er war dabei immer sehr auf Berlin orientiert, heißt es - mit seinem Büro am Kudamm wie auch bei Aufträgen der öffentlichen Verwaltung. Er gehört zum engeren Freundeskreis des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. Dies wurde bei McKinsey sehr kritisch gesehen.

Unter anderem deshalb erhielt er nicht die Beförderung zum Direktor, wie es heißt. Auch hatte er harte Konkurrenten: So verantwortet Michael Jung den Auftrag für den Umbau der Bundesagentur für Arbeit, was den Großteil des Umsatz im "Public Sector" ausmacht. Klimmer kam da mit seinen Projekten nur auf einen Bruchteil, heißt es.

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