Vor der Abstimmung

Mehr Iren unterstützen EU-Fiskalpakt

Die Iren scheinen sich am EU-Fiskalpakt beteiligen zu wollen. Vor der Abstimmung ist die Unterstützung gestiegen. Einer neuen Umfrage zufolge sprechen sich fast vierzig Prozent für den europäischen Sparplan aus.
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Wahllokal in Dublin. Hier werden die Iren am Donnerstag über den EU-Fiskalpakt entscheiden. Quelle: dpa

Wahllokal in Dublin. Hier werden die Iren am Donnerstag über den EU-Fiskalpakt entscheiden.

(Foto: dpa)

DublinBei dem anstehenden Referendum in Irland zum EU-Fiskalpakt dürften sich die Iren einer jüngsten Umfrage zufolge für die Beteiligung ihres Landes an dem Plan aussprechen. Einer Umfrage für die "Irish Times" zufolge, die am Samstag veröffentlicht werden sollte, sprachen sich 39 Prozent der Befragten für den Pakt für mehr Haushaltsdisziplin aus, 30 Prozent wollten demnach am kommenden Donnerstag mit Nein stimmen. Demgegenüber waren 31 Prozent der Befragten noch unschlüssig oder gaben an, nicht wählen zu gehen.

Damit stieg die Unterstützung des EU-Haushaltspakts in Irland im Vergleich zu einer Umfrage vor fünf Wochen um neun Prozentpunkte. Allerdings war auch die Ablehnung des Plans um sieben Prozentpunkte höher, da bei der vergangenen Umfrage noch deutlich mehr Iren unentschieden waren.

Irland ist das einzige EU-Land, in dem eine Volksabstimmung zum Fiskalpakt stattfindet. Der besonders von Deutschland geforderte Pakt sieht eine striktere Budgetdisziplin und verpflichtende Schuldenbremsen vor. Dadurch sollen Schuldenkrisen in Zukunft vermieden werden. Anfang März unterzeichneten 25 der 27 EU-Staaten die Vereinbarung, Großbritannien und Tschechien beteiligen sich offiziell nicht daran.

  • afp
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7 Kommentare zu "Vor der Abstimmung: Irische Unterstützung für EU-Fiskalpakt steigt"

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  • Nein, sie sind nicht dümmer wie die anderen Völker innerhalb der EU, aber genauso erpressbar. Es gibt einen klaren Aufruf von der irischen Poltik an das Volk, um ja für diesen Fiskalpakt zu sein, weil sie nämlich ansonsten kein Geld mehr von der EU erhalten. Es erscheint angesichts der Lage doch sinnvoller, um den Fiskalpakt anzunehmen.

  • Naja, wenn die Iren sich gerne in die Diktatur von Brüssel und Merkel begeben, sollen sie aber anschließend nicht jammern
    Im übrigen glaube ich, bis es so weit ist und dieser Fiskalpakt tatsächlich in Kraft tritt bzw. treten soll, werden sich die Verhältnisse ohnehin geändert haben

  • Es spielt doch gar keine Rolle, wie gewählt wird (entscheidend ist, wie gezählt wird). Waren es nicht die Iren, die den Lissabonvertrag gleich zweimal voten mussten, weil das erste Ergebnis nicht genehm war?

  • Die Islaender haben das vor 4 Jahren gleich auf Anhieb kapiert. Das Steuervieh in der Eurozone waehlt konsequent gegen seine eigenen Interessen. Die Banker freuts.

  • nun ja, 40%. Das sagt doch eigentlich alles.

  • yoski,

    das mag zwar nicht in Ihren Horizont passen, aber ... ahem, die Iren haben sich _einmal_ von einem Populisten ver#####en lassen, der ihnen die "Freiheit" versprach.

    Die haben also _hinter_ sich, was wir nach Ihrem Willen wohl _vor_ uns haben.

    Von Irland lernen würde in diesem Sinne heissen, sich diesen Fehler einfach zu ersparen und auf die, die hier so euroHysterisch herumkreischen einfach zu ignorieren.

  • "Die Iren scheinen sich am EU-Fiskalpakt beteiligen zu wollen"
    Die Iren sind noch duemmer als die Michels. Die Bankster lachen sich schlapp.

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