Vor der Landtwagswahl
Saar-SPD hält sich alle Möglichkeiten offen

Gut vier Wochen sind es noch bis zur Landtagswahl im Saarland und die Saar-SPD hält sich weiter alle Optionen für mögliche Bündnisse offen. Das heißt auch, dass eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei nicht ausgeschlossen ist. Für SPD-Chef Franz Müntefering, der als prominenter Gastredner nach Saarbrücken reiste, wäre das kein Problem.

HB SAARBRÜCKEN. Die Saar-SPD hält sich gut vier Wochen vor der Landtagswahl am 30. August weiter alle Optionen für mögliche Bündnisse offen. Die Entscheidung, ob Spitzenkandidat Heiko Maas auch eine Koalition mit der Linkspartei eingehen werde, treffe die Landespartei allein, betonte SPD-Chef Franz Müntefering am Samstag am Rande eines Wahlkampfauftritts in der Saarbrücker Innenstadt. "Das ist eine Entscheidung, die vor Ort zu treffen ist. Ich misch mich da nicht ein." Das möglicherweise erste rot-rote Bündnis in einem Land im Westen wäre nach seiner Ansicht auch keine Belastung für den Bundestagswahlkampf. "Ich hab da keine Sorgen, nein", sagte Müntefering.

Wichtig sei, dass die Landespartei von Beginn an offen über alle Optionen gesprochen habe. "Da gibt es keine Vorfestlegung. Es geht im Moment nur darum, dass die SPD die entscheidende politische Kraft wird, um diese Dinge bestimmen zu können", sagte Müntefering. Er sei optimistisch, dass Spitzenkandidat Heiko Maas Ministerpräsident werde. "Das wird am 30.8. ein gutes Ergebnis sein und das wird uns auch ein Ansporn sein natürlich auf der Bundesebene." Die seit 1999 im Saarland alleinregierende CDU unter Ministerpräsident Peter Müller kann Umfragen zufolge nicht auf eine Verteidigung ihrer absoluten Mehrheit hoffen und strebt ein Bündnis mit der FDP an.

SPD-Landeschef Maas unterstrich, dass die Entscheidung erst nach der Wahl getroffen werde. Wichtig sei zweierlei: "Das erste sind die politisch-inhaltlichen Übereinstimmungen. Da gibt es sicherlich mit der Linkspartei, aber vor allem auch mit den Grünen große Übereinstimmungen", sagte der Landeschef in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Andererseits - und das ist die zweite Prämisse - muss man über fünf Jahre vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Ob das mit der Linkspartei ginge, oder andere Optionen auch möglich sind, muss man sehen."

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