Vor einer Entscheidung will die Regierung Klarheit über das Arbeitskräfteangebot
Forderung nach Ende der Altersteilzeit

Die Arbeitsmarktexperten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ronald Pofalla, und der FDP-Fraktion, Dirk Niebel, sind gegen eine Verlängerung der Förderung für Altersteilzeit. Für die Förderung wendet die Bundesagentur für Arbeit in diesem Jahr eine Milliarde Euro auf. Sie läuft Ende 2009 aus. Nur bis zu diesem Termin kann mit einer geförderten Altersteilzeit begonnen werden.

DÜSSELDORF. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hält dagegen eine Entscheidung über ein Auslaufen oder eine Verlängerung der Altersteilzeit erst in einigen Jahren für möglich. Das Ministerium begründete die spätere Entscheidung gegenüber dem Handelsblatt damit, dass die für die Zeiträume ab 2010 vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erstellten Projektionen zum Arbeitskräftepotenzial und zum Arbeitskräftebedarf aus heutiger Sicht viele Unsicherheiten aufwiesen.

Im Jahr 2010 wird es nach einer IAB-Berechnung 8,7 Millionen Erwerbspersonen in der Altersgruppe von 15 bis 20 Jahren, aber 10,9 Millionen in der Altersgruppe 50 und älter geben. Das spräche für eine Verlängerung der Altersteilzeitregelung, da sie zur Entlastung des Arbeitsmarktes beiträgt.

Das Altersteilzeitgesetz erleichtert Arbeitnehmern ab dem 55. Lebensjahr den gleitenden Übergang in den Ruhestand und fördert die Einstellung von Arbeitslosen und Ausgebildeten. Die Wiederbesetzung einer durch Altersteilzeit frei werdenden Stelle ist Voraussetzung für die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit.

Im April dieses Jahres förderte die Bundesagentur über 75 000 Altersteilzeiten. Die Gesamtzahl der Altersteilzeitkräfte dürfte ungleich höher sein, da vielfach auf die Förderung verzichtet wird. Etwa 80 Prozent aller Altersteilzeitarbeitnehmer wählen das „Blockmodell“, das ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess ermöglicht.

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