Vor G-8-Gipfel
Erneut Ausschreitungen in Rostock

Bei einer Demonstration von Globalisierungskritikern ist es in Rostock erneut zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei lenkte die Teilnehmer kruzfristig um. Es kam zu zahlreichen Festnahmen – zumeist wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot.

HB ROSTOCK. Es würden Steine gegen Einsatzkräfte geworfen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Auch seien Schienen blockiert worden. 49 Personen seien festgenommen und in Gefangenensammelstellen gebracht worden. Von den 8 500 Teilnehmern seien rund 2 000 dem so genannten „schwarzen Block“ zuzurechnen. Diese seien teilweise vermummt und trügen Schutzkleidung.

Der Protestmarsch sei kurzfristig von der Polizei gestoppt worden, da Demonstranten gegen Auflagen verstoßen hätten, berichtete die Sprecherin. Die Polizei sei bemüht, Gewaltbereite ausfindig zu machen und von friedlichen Teilnehmern zu trennen.

Die Polizei entschied schließlich, dass die Demonstration nicht ins Stadtzentrum, sondern zum Warne-Ufer führen sollte. Die Veranstalter sprachen von 10 000 Teilnehmern. Bereits zuvor hatte es am Montag verschiedene Protestaktionen in Rostock gegeben, bei denen es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war.

Am Samstag war es im Vorfeld des am Mittwoch in Heiligendamm beginnenden G-8-Gipfels während einer Demonstration von überwiegend friedlichen Globalisierungskritikern in Rostock zu Krawallen gekommen. Rund 1 000 Menschen wurden verletzt.

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