Vor G20–Gipfel: Merkel warnt vor nationalen Alleingängen

Vor G20–Gipfel
Merkel warnt vor nationalen Alleingängen

Bei einem G20-Vorbereitungstreffen sprach Kanzlerin Angela Merkel über ihre Erwartungen an den Gipfel. Sie verurteilte nationale Alleingänge. Das Klima auf dem Gipfel könnte für die USA ungemütlich werden.
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HamburgKnapp drei Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Teilnehmer vor nationalen Alleingängen gewarnt. „Ich glaube, dass gerade in schwierigen internationalen Zeiten es eine Chance ist, gemeinsame Interessen zu finden“, beschrieb die CDU-Chefin am Montag bei einem G20-Vorbereitungstreffen in Hamburg ihre Erwartungen an den Gipfel. „Das ist allemal besser, als in nationalen Alleingängen seine Möglichkeiten zu suchen.“ Die Kanzlerin räumte aber ein, sie rechne bei dem Treffen am 7. und 8. Juli mit „schwierigen Diskussionen“.

Merkel ist amtierende Präsidentin der „Gruppe der 20“, zu der die größten Wirtschaftsmächte aller Kontinente gehören. An dem Gipfel nehmen 19 Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter der Europäischen Union teil. Zusammen repräsentieren sie 64 Prozent der Weltbevölkerung und 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft. Unter anderen werden US-Präsident Donald Trump, der russische Präsident Wladimir Putin und der chinesische Staatschef Xi Jinping in Hamburg erwartet.

Trump ist vor wenigen Wochen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgestiegen und war schon im Mai beim G7-Gipfel auf Sizilien bei dem Thema isoliert. „Das Ziel ist, so rasch wie möglich zu einem kohlenstoffarmen Wirtschaften überzugehen“, bekräftigte Merkel. Das gelte nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen „mehr denn je“. Das Abkommen hat das Ziel, den Treibhausgasausstoß zu bremsen und so die Erderwärmung einzudämmen.

Merkel traf am Montag in Hamburg mit Vertretern von mehr als 300 Organisationen aus 50 Ländern zusammen, um deren Erwartungen an den Gipfel in Erfahrung zu bringen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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