Vor Logo-Einführung Qualitätscheck in Arbeitsagenturen geplant
Neues BA-Logo nur für Agenturen mit richtiger Einstellung

Wird in einem Arbeisamt nicht die gewünschte Einstellung und Arbeitsweise gepflegt, soll sie auch kein neues Logo bekommen und nicht Agentur für Arbeit heißen, sagt BA-Chef Weise.

HB BERLIN. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat die Planung für ein neues Behördenlogo verteidigt. Mit der Umsetzung der Reform sei der richtige Zeitpunkt gekommen, ein rund 35 Jahre altes Logo aufzufrischen, sagte Weise der Nachrichtenagentur dpa.

Dabei versteht Weise das Logo mehr als eine Auszeichnung für verdiente Mitarbeiter denn als Erkennungszeichen für eine hochfrequentierte Behörde: Weil das Logo mehr als eine Äußerlichkeit ist, sollen es nur jene Arbeitsagenturen tragen dürfen, deren Mitarbeiter die rechte Einstellung haben. «Das neue Logo erhalten nur reformierte Arbeitsagenturen mit Kundenzentren», sagte Weise. Bevor die früheren Arbeitsämter sich «Agentur für Arbeit» nennen dürfen und das Logo bekommen, werde überprüft, ob «in den Agenturen die Arbeitsweise und Einstellung besteht, die wir uns wünschen», fügte er hinzu.

Weise geht es auch um mehr als ein neues Markenzeichen für die Behörde. «Es geht um das gesamte Erscheinungsbild». Ein neues Farbleitsystem für Broschüren und die Neugestaltung von Merkblättern und Infoschriften sei geplant. Die BA wolle mit dem neuen Erscheinungsbild nach außen signalisieren, dass sich im Innern etwas geändert habe. Das von einem Kreis umschlossene rote «A» der Behörde solle zwar erhalten bleiben, aber einen «frischeren, offeneren Anstrich» erhalten, hatte die BA angekündigt.

Die Einführung des neuen Logos, dessen Entwicklungskosten bei rund 100.000 Euro liegen sollen und das schon im kommenden Monat eingeführt werden soll, stößt indes in den eigenen Reihen auf Widerstand. DGB-Vizechefin Ursula Engelen-Kefer, die als Arbeitnehmervertreterin auch Mitglied des BA-Verwaltungsrates ist, lehnte ein neues Logo der hohen Arbeitslosigkeit wegen ab: «Wir haben dem Vorstand empfohlen, angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, großer Zumutungen für die Arbeitslosen und Belastungen für die Beschäftigten in den Arbeitsagenturen auf ein neues Logo zu verzichten», sagte sie der Netzeitung. Sie hoffe, dass sich die BA-Spitze «nicht darüber hinwegsetzt».

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