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Vor Merkels China-Reise: DIHK-Chef fordert fairen Wettbewerb in China

Die Bundeskanzlerin muss sich laut Hans Heinrich Driftmann bei ihrem China-Besuch für die Gleichbehandlung ausländischer Unternehmen einsetzen. Problematisch sei unter anderem der Zwang zum Technologietransfer.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann. Quelle: dapd
Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann. Quelle: dapd

PassauKurz vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in China hat der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, von Peking fairen Wettbewerb gefordert. Bei Merkels Besuch müssten konkrete Anliegen der deutschen Wirtschaft zur Verbesserung der Zusammenarbeit „offen und ehrlich“ angesprochen werden, sagte Driftmann der „Passauer Neuen Presse“ vom Mittwoch. Dies fange bei der Anerkennung internationaler Standards und Normen an und gehe bis zur Gleichbehandlung ausländischer Unternehmen bei Ausschreibungen in China.

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Gefordert seien vor allem offene Märkte und fairer Wettbewerb, sagte Driftmann dem Blatt. Angesprochen werden sollten außerdem Probleme wie die chinesischen Marktzutrittsbarrieren, der Zwang zum Technologietransfer und Offenlegungspflichten bei Investitions- oder Lizenzgenehmigungen. „Auf der anderen Seite kann die Attraktivität Deutschlands als Investitionsstandort auch für chinesische Betriebe unterstrichen werden“, fügte der DIHK-Präsident hinzu. Merkel solle die Reise zudem nutzen, „um Vertrauen in Sachen Bewältigung der EU-Schuldenkrise zu schaffen“.

Die Kanzlerin trifft am Donnerstag zu ihrem Besuch in China ein. Nach Gesprächen mit Regierungschef Wen Jiabao und Staatspräsident Hu Jintao in Peking reist sie am Freitag weiter in die südchinesische Wirtschaftsmetropole Kanton. Es ist Merkels fünfte China-Reise als Kanzlerin. Wichtigstes Thema dürfte neben wirtschaftlichen und außenpolitischen Fragen die Bewältigung der europäischen Schuldenkrise sein. Die Kanzlerin wird von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet.

 

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