Vor Nato-Gipfel
Gerhardt zweifelt an Kundus-Einsatz

FDP-Fraktionschef Gerhardt hat den Bundeswehr-Einsatz in der afghanischen Region Kundus in Frage gestellt. Der Nato-Gipfel müsse im Ergebnis ein Internationalisierung des Einsatzes bringen, forderte er.

HB BERLIN. Der Vorsitzende der FDP-Bundestagfraktion, Wolfgang Gerhardt, dringt auf mehr internationale Beteiligung beim Wiederaufbau in Afghanistan. Falls es beim Nato-Gipfel Anfang nächster Woche in Istanbul keine verlässlichen Zusagen für weitere Wiederaufbauteams gebe, sollte die Bundesregierung «ernsthaft über den Abzug der deutschen Soldaten aus Kundus nachdenken», sagte Gerhardt der «Bild am Sonntag». Gerhardt kritisierte zudem, dass schon seit «vielen Monaten» über eine Internationalisierung des Wiederaufbau-Einsatzes geredet werde. Passiert sei bislang jedoch «kaum etwas», so der FDP-Politiker.

In der Diskussion über die Ausweitung der regionalen Wiederaufbauteams (PRTs) mahnte auch der FDP-Außenpolitiker Werner Hoyer, die rot-grüne Bundesregierung müsse in der kommenden Woche endlich zeigen, dass sie ihre Zusagen auch einhalten könne. «Der Nato-Gipfel in Istanbul ist dafür die allerletzte Chance», sagte er. Sollten die erneut angekündigten Zusagen für weitere Teams nicht kommen, könne man das Konzept von flächendeckenden Stabilisierungs-Teams «endgültig vergessen», so Hoyer.

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