Vorbereitung auf die Berufswahl
Schüler erleben Technik hautnah

Das Pascal Technikum in Grevebroich bietet Zusatzunterricht in Betrieben und Forschungseinrichtungen. 2006 startete der erste Kurs. Mittlerweile erfahren 48 Schüler aus 14 weiterführenden Schulen in Grevenbroich zwei Schuljahre lang alles über technische Betriebe, Ausbildungen und Studienplätze. Eine gute Vorbereitung auf die Berufswahl.

GREVENBROICH. Ein wenig erinnern Fabian, Philipp und Stephan an zu groß geratene Figuren der Spielzeugserie Bob der Baumeister: Mit Helm, Sicherheitsschuhen- und -westen stapfen die 15- und 16-jährigen Gymnasiasten über das Betriebsgelände des Hydro Aluminiumwerks im nordrhein-westfälischen Grevenbroich. Da geht es rein in die Produktionshallen, wo das Aluminium auf riesigen Walzen läuft. Aber Vorsicht, nicht unter der Rolltür durchlaufen! Die könnte zufahren. Vorschriften müssen sein. Das ist eine der Lektionen an diesem Samstagmorgen.

Die Schüler sollen „Technik hautnah“ erleben. Der Besuch bei Hydro gehört zum Programm des Pascal Technikums Grevenbroich (PasTeG), einer innovativen Ingenieursschmiede für Oberstufenschüler, die RWE-Kraftwerkschef Eberhard Uhlig mitinitiert hat. Die Idee entstand, als er und der jetzige PasTeG-Projektkoordinator Wolf Ostler einmal von Ingenieur zu Ingenieur plauderten. Beide stellten übereinstimmend fest: „Unsere Kinder wissen nichts über Technik. Wie sollen sie sich jemals dafür entscheiden, Maschinenbau oder Elektrotechnik zu studieren?“

„Was macht ein Ingenieur?“ ist daher die Grundfrage des Schulprojekts, das sich an Zehntklässler richtet. Schnell fanden Uhlig und Ostler in Verwaltung, Schule und Wirtschaft Mitstreiter. Zum Beispiel in dem engagierten Schulleiter des Pascal Gymnasiums, Manfred Schauf. Er war von Anfang an dabei, als Eberhard Uhlig bei den Unternehmen aus der Region für seine Idee warb. Ein Pluspunkt war es, dass alle Uhlig kannten, der auch Vorsitzender der Wirtschaftvereinigung Grevenbroich ist.

Das PasTeG funktioniert wie ein Zusatzunterricht mit Schwerpunkt Technik: 2006 startete der erste Kurs. Mittlerweile erfahren 44 Schüler und vier Schülerinnen aus 14 weiterführenden Schulen in Grevenbroich zwei Schuljahre lang alles über technische Betriebe, Ausbildungen und Studienplätze, was es in dieser Region zu lernen gibt. Für Schulleiter Schauf war es wichtig, dass das Projekt „nicht nur für unsere Schüler gilt, damit es Signalwirkung hat“.

Jeden zweiten Samstag informieren sich die Schüler nun in Unternehmen wie RWE über Energieerzeugung und erneuerbare Energien oder testen Lautsprecher und Mischpulte beim Veranstaltungsspezialisten PCS. Nanotechnik, Supraleittechnik und Luft- und Raumfahrt gehören auch zu den Themen. Deshalb besuchen sie Institute der RWTH Aachen oder des Forschungszentrums Jülich und werden in Kommunikations- und Moderationstechniken trainiert.

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