Vorbild Privatversicherung: R�sler will Vorkasse auch bei gesetzlichen Kassen

Vorbild Privatversicherung
R�sler will Vorkasse auch bei gesetzlichen Kassen

Bundesgesundheitsminister R�sler will die Bindungsfrist von drei Jahren abschaffen und den Wechsel zwischen den Tarifen gesetzlicher Krankenversicherungen flexibilisieren. Das soll das Prinzip der Vorkasse bei Krankenkassen attraktiver machen.
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HB HAMBURG. Bundesgesundheitsminister Philipp R�sler (FDP) will die Finanzierung gesetzlicher Krankenkassen st�rker am Vorbild privater Versicherungen ausrichten und das Prinzip der Vorkasse bei Krankenkassen attraktiver machen. Dies k�ndigte R�sler im Interview mit der �Financial Times Deutschland� (Mittwochausgabe) laut einem Vorabbericht an. Heute m�ssten sich gesetzlich Versicherte auf Jahre an einen Tarif mit Kostenerstattung binden und obendrein empfindliche Einbu�en hinnehmen. �Das war eine bewusste politische Entscheidung, die unter SPD-�gide getroffen wurde, um Erstattungstarife m�glichst unattraktiv zu machen. Diese Nachteile wollen wir beseitigen�, k�ndigte R�sler an.

Konkret will der Minister die Bindungsfrist von drei Jahren abschaffen und den Wechsel zwischen den Tarifen flexibilisieren. Au�erdem sollen die Kassen k�nftig nicht mehr nur 90 Prozent der Arztrechnung erstatten, sondern den vollen Betrag. Ob ein Versicherter aber �berhaupt die Vorkasse w�hlt, soll ihm frei gestellt bleiben. Die �nderungen sollten m�glichst in die geplante Finanzreform f�r gesetzliche Kassen eingebaut werden. Zudem forderte R�sler gesetzliche und private Krankenversicherer zu einer st�rkeren Zusammenarbeit auf und stellte die jahrzehntelang heftig umk�mpften Grenzen zwischen beiden Systemen infrage. Langfristig sollten sie sogar komplett durchl�ssig werden: �Wo sich die Menschen versichern, bei welchem Unternehmen, mit welcher Rechtsform und zu welchen Konditionen, sollte auf lange Sicht Sache des Versicherten sein, der selbst wei�, was die beste Wahl f�r ihn ist.

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  • tja. es geht schon in die richtige richtung. nur wenn das wörtchen wenn nicht wäre. kaum ein versicherter lässt sich auf eine vorkassenregelung ein. denn was ist, wenn die kasse pleite geht und die versicherte auf horrorrechnungen sitzen bleiben? das kann nicht sinn der sache sein. die abrechnung der ärzte sollte anders geregelt werden. man sieht ja auch bei der pkv, dass diese nicht unbedingt gut aufgestellt sind. rösler sollte sich endlich gedanken machen und seinen stuhl räumen für einen der wirklich sich dem gegenwind der branchen in den weg stellt und diesen auch umsegeln kann.

  • Wenn Rößler intelligent entscheiden könnte ( und es wäre), und nicht eine Marionette der Pharmakonzerne und PKV wäre würde er nun darauf kommen, daß es ein Leichtes wäre alle Menschen grundzuverichern in der GKV und für Zusatzleistungen die PKV zu bemühen. in der Schweiz könnte er sich da informieren. Aber das darf der Handlanger der Pharmakonzerne nicht.

    Übrigens wird es die Ärtze freuen, wenn sie nur noch das abrechnen dürfen, was sie auch wirklich leisten!! Da ist Widerstand zu erwarten!

  • Merkt eigentlich hier noch die Demagogie, die dahinter steht?

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