Vorgesetzte deckten möglicherweise Fehlverhalten
"Schwarze Schafe“ bringen Kölner Polizei in Verruf

Die Kölner Polizei kommt nicht aus den Schlagzeilen. Mehrere Mitglieder eines Sondereinsatzkommandos (SEK) der Kölner Polizei stehen unter dem Verdacht der fahrlässigen Tötung und weiterer schwerer Straftaten.

HB KÖLN. Im Mittelpunkt steht dabei das Sondereinsatzkommando II, das Polizeipräsident Klaus Steffenhagen nun komplett auflösen ließ. Die Spitzen von Polizei und Staatsanwaltschaft betonten bei einer eilig anberaumten Pressekonferenz, es handele sich „um eine kleine Hand voll“ verdächtiger Beamter, die keinesfalls mit den mehr als 4000 pflichtbewussten Kölner Polizisten in einen Topf geworfen werden dürften.

Den Beamten würden fahrlässige Tötung, Körperverletzung im Amt, versuchte Strafvereitelung, Betrug, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Diebstahl zur Last gelegt. Im Zusammenhang mit den Vorwürfen seien am Morgen mehrere Privatwohnungen und Diensträume durchsucht worden. Zu den Ergebnissen der Durchsuchungen könnten zunächst keine Angaben gemacht werden

Hintergrund des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung sei ein Einsatz aus dem Jahr 2001 gewesen, bei dem die Beamten versucht hätten, einen Mann zu überwältigen, der mit Selbstmord gedroht habe. Dabei sei es zu einem „unsachgemäßen Eingreifen“ gekommen, der Mann sei gestorben. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen.

In einem weiteren Fall gehe es um den Verdacht der Körperverletzung bei einer Festnahme im Jahr 2000. Zudem hätten die SEK-Mitglieder bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier Haschischkekse verspeist. Ein Beamter stehe darüber hinaus im Verdacht, sich an einem Fall von Rauschgiftschmuggel beteiligt zu haben. Zudem gebe es Erkenntnisse, die darauf hindeuteten, dass die Beamten nach „fehlgelaufenen Einsätzen interne Sprachregelungen gefunden haben, um nach außen hin sauber zu erscheinen“, sagte der Sprecher.

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