Vorläufiges Endergebnis
Deutschland steht vor Regierungswechsel

Schwarz-gelbe Mehrheit im Bund: Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielten Union und ihr Wunsch-Koalitionspartner FDP bei der Bundestagswahl am Sonntag zusammen 48,4 Prozent der Stimmen.

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel kann trotz des schlechtesten Unions-Ergebnisses seit 60 Jahren dank eines rekordhohen Abschneidens der FDP Regierungschefin bleiben. CDU und CSU sackten auf 33,8 Prozent. Vor vier Jahren hatte die Union ebenfalls mit Merkel als Spitzenkandidatin noch 35,2 Prozent erzielt. Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Frank-Walter Steinmeier fiel auf 23,0 Prozent nach 34,2 Prozent 2005. Das ist das schlechteste Ergebnis der Sozialdemokraten bei einer Bundestagswahl überhaupt. Drittstärkste Kraft bleibt die FDP, die mit 14,6 (2005: 9,8) Prozent ihr bestes Ergebnis erzielte. Die Grünen verbesserten sich auf 10,7 Prozent nach 8,1 Prozent. Stärker blieb aber die Linkspartei mit 11,9 Prozent. Vor vier Jahren hatte die Vorgängerpartei PDS 8,7 Prozent erzielt.

Damit entsenden CDU und CSU 239 Abgeordnete in den neuen Bundestag. Die FDP verfügt über 93 Mandate - ein Drittel mehr als im alten Bundestag. Damit kommen Union und FDP zusammen auf 332 der insgesamt 622 Sitze. Die SPD verliert ein Drittel ihrer Mandate und zieht nur noch mit 146 Abgeordneten in den Bundestag ein. Die Linke steigerte sich auf 76 Sitze, die Grünen erhalten 68 Mandate.

Die Wahlbeteiligung fiel mit 70,8 Prozent auf den niedrigsten Stand bei einer Bundestagswahl. Vor vier Jahren hatte sie 77,7 Prozent betragen.

Die Gremien der Parteien kommen heute in Berlin und München zusammen, um über die Konsequenzen aus dem Wahlergebnis zu beraten. Kanzlerin Merkel hat zudem für heute ein Gespräch mit der FDP angekündigt. Ein erstes kurzes Vier-Augen-Gespräch mit FDP-Chef Guido Westerwelle führte sie bereits nach der TV-Runde der Spitzenkandidaten am Abend.

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