Vorräte
Bundesländer sehen sich für Grippepandemie gerüstet

Deutschland ist nach Ansicht der baden-württembergischen Sozialministerin Monika Stolz (CDU) ausreichend für den Fall vorbereitet, dass das hoch aggressive Vogelgrippevirus H5N1 in einen von Mensch zu Mensch übertragbaren Erreger mutiert und eine weltweite Grippepandemie mit Millionen Toten auslöst.

HB BERLIN. „Die jüngsten Fälle von Vogelgrippe bei Nürnberg zeigen, dass wir nach wie vor wachsam sein müssen“, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Noch sei die Vogelgrippe jedoch eine Krankheit des Tieres, betonte Stolz. Menschen seien nur selten an ihr erkrankt und zwar immer nur dann, wenn ein sehr enger Kontakt zwischen Mensch und infiziertem Tier bestand.

„Wenn es dennoch zu einer für die Menschen gefährlichen Grippepandemie kommen sollte, haben die Länder ihre Hausaufgaben gemacht.“ Zwar haben bislang nach einer aktuellen Übersicht, die dem Handelsblatt vorliegt, nur sechs der 16 Bundesländer die Vorgaben des nationalen Pandemieplans von 2004 erfüllt und für 20 Prozent oder mehr der Bevölkerung einen Vorrat antiviraler Medikamente angelegt. Brandenburg will diese Quote im August erreichen, Baden-Württemberg im September und Berlin bis zum Ende des Jahres. Bei den übrigen Ländern liegt die Bevorratung um elf Prozent.

Doch sind sich Bund und Länder inzwischen einig, dass die Vorräte mit antiviralen Mitteln wie Tamiflu, API und Relenza bereits heute ausreichen, jeden Erkrankten medikamentös zu versorgen, da inzwischen viele Institutionen über eigene Vorräte verfügten und die Hersteller ihre Produktionskapazitäten massiv ausgebaut hätten.

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