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Vorschlag aus Union: Kinderlose sollen blechen

Es ist ein Vorschlag mit Spaltpotenzial: Junge Unionsabgeordnete plädieren für ein Strafpunktesystem für Kinderlose. Die Opposition ist empört. Aber auch in der Union herrscht Unbehagen.

In einem Club tanzen Besucher im farbigen Licht der Scheinwerfer. Quelle: dpa
In einem Club tanzen Besucher im farbigen Licht der Scheinwerfer. Quelle: dpa

BerlinDie Opposition im Bundestag hat den Vorstoß junger Unionsabgeordneter zu einer Abgabe für Kinderlose scharf kritisiert. „Jeder Lebensentwurf muss respektiert und darf nicht bestraft werden“, sagte SPD-Fraktionsvize Dagmar Ziegler am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Kinderlose zu bestrafen, hilft den Eltern nicht“, sagte auch der familienpolitische Sprecher der Linken, Jörn Wunderlich, der dpa. Die Sprecherin der Grünen für Familienpolitik, Katja Dörner, erklärte: „In einem freien Land ist es nicht Aufgabe der Politik, individuelle Lebensentwürfe zu bewerten.“ Marco Wanderwitz, der Sprecher der Jungen Gruppe in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die den Vorschlag Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel persönlich vorgestellt hat, sagte der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“: „Unsere Sozialversicherungssysteme funktionieren nicht, wenn es zu wenig Kinder gibt.“

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Deswegen wolle man ein Sondervermögen bilden, das nicht Teil des Bundeshaushalts sei. Den jungen Unionsabgeordneten schwebt vor, Kinderlose ab 25 Jahre mit einem Prozent ihres Einkommens zur Kasse zu bitten. Die Abgabe könne nach der Anzahl der Kinder gestaffelt werden. Kinderlose sollen voll zahlen, Eltern mit einem Kind die Hälfte, Eltern mit mehreren Kindern nichts.

  • 15.02.2012, 02:17 UhrAnonymer Benutzer: Pmayer7991

    Was kann man von einem sächsischen Hinterbänkler schon erwarten. Sein Vorschlag ist schon vom Gedanken her verfassungswidrig. Denn es würde Männer besser stellen als Frauen. Denn Männer können ihre Spärmer in einer Samenbank einfrieren lassen und dann nach erfolgreicher Befruchtung einen Freibrief bekommen, dass sie zu Wohle des Vaterlandes agiert haben. Leider können Frauen ihre Eier nicht einfrieren und somit stehen Männer besser da als Frauen. Ausserdem wie will er homosexuelle oder Bi-sexuelle Beziehung berücksichtigen. Ich glaube nicht das sich jemand outten bloss weil es einem Poltiker gerade mal langweilig ist. Hat der gute Mann mal das ganze durchgerechnet oder kostet die Verwaltung mehr als die Einnahmen sind. Vielleicht hat er auch nur im sächsischen Karneval etwas zu tief in Glas geschaut, dass wäre seine einzige Entschuldigung.

  • 14.02.2012, 19:12 Uhrmargrit117888

    Allmählich wird es einerseits lächerlich, andererseits aber Besorgnis erregend.
    Wir karren unser Geld mit der Schubkarre aus dem Land und nun soll der doofe Bürger mal wieder die Kassen auffüllen.
    So langsam fängt man in Berlin offenkundig an,neue Geldquellen zu erschließen.
    Das war voraus zu sehen, nachdem Merkel und Schäubele und die anderen strammen Linken unser Geld lieber is Ausland transferieren als hier was zu tun und das auch noch gegen den Willen der Bürger
    Die merken in Berlin nicht mal mehr, dass sie den Weg für Krawalle ebnen

  • 14.02.2012, 18:10 UhrAnonymer Benutzer: querdenker

    @schamanin: bringt bei Ihnen immer noch der Storch die Kinder? Ich hoffe nicht und lese, bei Ihnen sind Kinder ein ökonomisches Kalkül;
    Familie ist hier ein steuerlicher Terminus, wo es auch um Steuern geht! Das Zivilrechtliche müssen Sie in einem anderen Korb abhandeln. Da die Familie als Anknüpfungspunkt der steuerlichen Behandlung eine GG-liches Privileg genießt, ist auch hier anzuknüpfen. Die Aushöhlung des zivilrechtlichen Familienbegriffs ist durch Lebenspartnerschaften ohnehin in vollem Gange; steuerliche Folgen diesbezüglich bleiben abzuwarten und sind zu erwarten.
    Solange Kinder kein Teil der aktiven Lebensgestaltung und des Lebensabenteuers eines jeden Einzelnen sind und die bewusst Kinderabstinenten oder Alleinerziehenden weiterhin den Sozialstaatsversprechen aller Schattierungen (ausdrücklich auch im Hinblick auf die eigene Alterssicherung!) vertrauen dürfen, müssen Sie auch beide Risiken abwägen: Alleinerziehend durchs Leben schreiten und dem Sozialstaat vertrauen oder das Kindeswohl in den Mittelpunkt rücken: Zum Kindeswohl sei gesagt: Frauen haben kein Recht auf Alleinerziehung, auch wenn der Sozialstaat diesen Zustand nach Kräften befördert! Zu Kindern gehören eben auch für Kindsmütter anstrengende Väter als Antagonisten der femininen Erziehungswelt. Warten Sie noch ein paar Jahre der Krippeneuphorie ab, dann therapieren Sie die Buben wegen Abstinenz von Väterbildern und stellen sie nicht nur medikamentös wegen Aufmerksamkeitsdefizit/Zappelphilipp-Syndroms ruhig!
    Haben Sie auf den Sozialstaat gebaut, ist auch dies immer Teil ihres ganz persönlichen Risikos; es gibt nur den Versuch der Gerechtigkeit nach Chancen und leider wird der Chancenkorridor mit zunehmendem Lebensalter immer schmaler! Deshalb Familiensplitting und das Geld in die Hände derer, die als Einzelne immer noch am Besten wissen, wie es einzusetzen ist.

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