Vorschlag zu G7-Gipfel in Bayern
Grenzkontrollen könnten Krawall-Touristen ausbremsen

Autonome sind randalierend durch Frankfurt gezogen. Viele Gewalttäter waren aus dem Ausland angereist. Den nächsten Anlass zu Krawallen könnte der G7-Gipfel in Bayern sein. Die Regierung denkt an harte Gegenmaßnahmen.
  • 8

BerlinBundesinnenminister Thomas de Maiziere schließt nach den Krawallen von Frankfurt zeitlich befristete Grenzkontrollen bei Großveranstaltungen wie dem G7-Gipfel im Juni in Bayern nicht aus. Zugleich warnte der CDU-Politiker in einem Interview mit dem Sender n-tv am Donnerstag aber davor, die Wirkung einer solchen Maßnahme zu überschätzen. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hatte sich für einen solchen Schritt ausgesprochen.

Zu großen Sportveranstaltungen oder Gipfeltreffen seien solche Kontrollen schon gemacht oder erwogen worden, sagte de Maiziere. Unter den Gewalttätern bei der Einweihung des EZB-Neubaus am Mittwoch in Frankfurt seien viele ausländische Störer gewesen. Die Vorbereitung und der Kern der Proteste sei aber von deutschen Straftätern und Autonomen ausgegangen. „Deswegen muss das überlegt werden, aber es ist keine Lösung des Problems“, sagte er nach Angaben des Senders.

Gewerkschaftschef Wendt sprach sich für ein befristetes Aussetzen des Schengen-Abkommens aus, das Reisen ohne Grenzkontrollen zwischen den meisten EU-Staaten ermöglicht. Damit könnten gewaltbereite Demonstranten an der Einreise nach Deutschland gehindert werden, sagte er n-tv. „Wir haben schon genügend deutsche Krawallmacher, wir brauchen nicht noch andere aus Italien und anderen Ländern“, sagte er.

Zur Eröffnung der neuen EZB-Zentrale in Frankfurt hatten sich Autonome aus ganz Europa heftige Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert. Dabei wurden Dutzende Menschen verletzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vorschlag zu G7-Gipfel in Bayern: Grenzkontrollen könnten Krawall-Touristen ausbremsen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Im übrigen werden solche Demos weitergehen, denn immr mehr Bürgr haben die derzeitige Politik satt

  • Diese Krawalle gestern waren entstzlich.
    Aber Schuld hat hier auch der Staat. Bei Pegia-Demos z. B. werden die linken Pöbler doch von der Politik aufgefordert zu Gegendemos
    Die Linken, dies Pöbelgesindel, werden doch vom Staat gehätschelt.
    Naklar, denn unsre gesamte Politik ist ja ebnfalls stramm links
    Warum schreibt man nicht die Namen auf und dann gibt es kein Hartz IV mehr?
    Wäre doch eine Möglichkeit.
    Es gäbe noch eine andre, aber wenn ich die sage, bin ich gleich wieder rechtspopulistisch, denn nur damit hat es doch unser Staat

  • Was Grenzkontrollen? ich dachte wir sind alle für Offenheit und Grenzen sind so 80er?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%