Vorsprung von Schwarz-Gelb in NRW geschmolzen
SPD schöpft nochmal Hoffnung

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat sich der Vorsprung von CDU und FDP vor Rot-Grün deutlich verringert. Weitere Umfragen bestätigen, dass die SPD zulegen konnte. Die Sozialdemokraten sprechen bereits von einer Stimmungswende und wollen sich im Endspurt noch mal "richtig ins Zeug legen".

HB DÜSSELDORF. Die SPD schöpft nach für sie günstigeren Umfragen neue Hoffnung für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Der Landesvorsitzende Harald Schartau sagte am Freitag im ZDF-Morgenmagazin, die Stimmung sei gut, und deshalb sei er optimistisch, "wenn wir uns in der letzten Woche richtig ins Zeug legen". Nach einer Infratest-Dimap-Umfrage für die ARD -"Tagesthemen" hat die SPD zwei Prozentpunkte gewonnen und die CDU zwei verloren. Einen ähnlichen Trend weisen zwei weitere Umfragen auf, die am Freitag veröffentlicht wurden. Allerdings liegen bei allen CDU und FDP zusammen immer noch klar vorne.

Schartau sagte, die CDU sei in eine Art "Erfolgsstarre" verfallen und halte sich im Wahlkampf mit politischen Aussagen möglichst zurück. Die Zuversicht der SPD, in der letzten Woche vor der Wahl am 22. Mai die Stimmung noch drehen zu können, sei groß. Sie setze dabei auch stark auf den persönlichen Vorsprung von Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) vor seinem CDU-Herausforderer Jürgen Rüttgers. Jetzt müsse sich die Partei stellen und die noch Unentschlossenen zur Wahl bringen.

Bei seiner Umfrage für ARD und WDR sah Infratest dimap die SPD gegenüber der letzten Erhebung von 35 auf 37 Prozent gestiegen, die CDU dagegen von 45 auf 43 Prozent gefallen. Die Grünen blieben unverändert bei 8 und die FDP bei 7 Prozent. Damit sank der Vorsprung für Schwarz-Gelb von neun auf fünf Prozentpunkte. Beim ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen vom Freitag sank die SPD dagegen von 36 auf 35 Prozent. Aber auch dabei verlor die CDU stärker und fiel von 46 auf 44 Prozent. Die Grünen legten im Politbarometer um einen Punkt auf 9 Prozent zu, die FDP ebenfalls um einen auf 7 Prozent. Allerdings seien nur gut 60 Prozent sicher, dass sie auch zur Wahl gingen.

Die dritte Umfrage kam ebenfalls am Freitag vom Bonner Infas-Institut und ergab ein ähnliches Bild: Danach kommen die SPD auf 36 Prozent, die CDU auf 43, die FDP auf 8 und die Grünen auf 7 Prozent. Die Zahl der noch unentschlossenen Wähler wurde auf 16 Prozent beziffert. Darunter seien Wahlberechtigte mit einer Präferenz zur SPD mit 31 Prozent vergleichsweise stärker vertreten. Von denjenigen der 750 Befragten, die das erste Fernsehduell der Spitzenkandidaten am 5. Mai verfolgt haben, hielten 58 Prozent Ministerpräsident Steinbrück für überzeugender, nur 34 Prozent Oppositionsführer Rüttgers.

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