Vorstand soll 45 Mitglieder umfassen
Genossen strafen Gabriel ab

Die Sprecherin der SPD-Linken Andrea Nahles ist trotz des Streits um die Führungskrise der SPD auf dem Parteitag bestätigt worden. Im ersten Wahlgang wurde sie in den Parteivorstand gewählt.

HB KARLSRUHE. Mit 323 Stimmen bekam sie am Dienstag ein unerwartet gutes Ergebnis und damit deutlich mehr Stimmen als erforderlich. Der neue Parteichef Matthias Platzeck hatte sich ebenso wie sein Vorgänger Franz Müntefering für die Wahl der 35-Jährigen eingesetzt. Spekulationen, dass Nahles wegen ihrer ursprünglichen Kandidatur für den Generalsekretärs-Posten von den Delegierten abgestraft werden könnte, erfüllten sich damit nicht.

Dagegen gehört der designierte Umweltminister Sigmar Gabriel dem 45 Mitglieder zählenden Parteivorstand nicht mehr an. Nach seinem knappen Scheitern im ersten Durchgang zog Gabriel seine Kandidatur zurück und begründete dies damit, dass er als Ressortchef ohnehin an Vorstandssitzungen teilnehmen könne.

Erst im zweiten Wahlgang kamen der neue niedersächsische SPD- Vorsitzende Garrelt Duin, die stellvertretende DGB-Chefin Ursula Engelen-Kefer und Juso-Chef Björn Böhning in den Vorstand.

SPD-Linke, die sich für Nahles als Generalsekretärin ausgesprochen und damit den Rückzug Münteferings ausgelöst hatten, wurden dagegen problemlos gewählt. Dazu gehörte der frühere Juso-Vorsitzende Niels Annen, der niedersächsische Fraktionschef Wolfgang Jüttner, die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti sowie ihr saarländischer Kollege Heiko Maas. Der frühere Verkehrminister Kurt Bodewig scheiterte auch im zweiten Wahlgang.

Das beste Ergebnis erzielte Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (410 Stimmen), gefolgt vom SPD-Fraktionschef im Landtag von Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn (406), und dem künftigen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Peter Struck (399), der erstmals für den SPD-Vorstand kandidierte. Mit 369 Stimmen kam der designierte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee neu in den Vorstand.

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