Vorwürfe an Arbeitgeber
IG Bau distanziert sich von Tarifkompromiss

Die IG Bau hat den vor knapp zwei Wochen gefundenen Tarifkompromiss für die 600 000 Beschäftigten des westdeutschen Bauhauptgewerbes für gescheitert erklärt. Die Bauarbeitgeber seien vom Verhandlungsergebnis im Nachhinein abgerückt, teilte der Sprecher der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Michael Knoche, am Donnerstag in Berlin mit.

HB/dpa BERLIN. Die Tarifparteien hatten sich auf eine Absenkung des 13. Monatsgehaltes von 55 auf 40 % eines durchschnittlichen Monatseinkommens geeinigt.

„Damit ist die Geschäftsgrundlage für den Kompromiss entzogen“, sagte Knoche. Der alte Tarifvertrag über das 13. Monatseinkommen gelte nun weiter. Der neue sollte vom 1. Oktober an gelten. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes will seinen Mitgliedsverbänden aber vorschlagen, den alten Tarifvertrag zu kündigen. „Ich denke, dass es dafür eine Mehrheit geben wird“, sagte Verbandssprecherin Ilona Klein.

Der Tarifkompromiss hatte nach Gewerkschaftsangaben Kürzungen beim 13. Monatseinkommen vorgesehen. So sollten von den bisherigen 1375 € pro Jahr nur noch 473 € ausgezahlt werden. Die restlichen 532 € sollten in die tarifliche Zusatzrente als zusätzlicher Arbeitgeberbeitrag einfließen.

Laut Knoche wollen die Arbeitgeber in diesem Jahr den Bauarbeitern „noch einmal runde 444 € wegnehmen.“ Die Arbeitgeber verweisen hingegen darauf, dass sie ab dem 1. Oktober nur für drei Monate und nicht rückwirkend für das ganze Jahr zahlen wollten.

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