Vorwurf der Erpressung zu schwer wiegend
CSU-Minister rechnen mit Rücktritt Hohlmeiers

Im Kabinett des bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber rechnen laut einem Pressebericht zwei Minister mit dem Rücktritt Hohlmeiers. Angesichts der Vorwürfe sei sie nicht mehr zu halten, werden die Kollegen zitiert.

HB BERLIN. Der Rücktritt der bayerischen Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU) ist nach Auffassung von zwei ihrer Kollegen nur noch eine Frage der Zeit. Das will die Zeitung «Münchner Merkur" von den entsprechenden Ministern erfahren haben. Namen nennt das Blatt nicht. In dem Bericht ist lediglich von »mindestens zwei Ministerkollegen« die Rede, die davon ausgehen, dass Hohlmeier nicht mehr zu halten sei. Sie begründeten demnach ihrer Einschätzung damit, dass sich die Vorwürfe der Erpressung von Münchner CSU-Politikern mit kompromittierenden Informationen kaum noch ausräumen lassen könnten.

Der CSU-Landtagsabgeordnete Ludwig Spaenle hatte am Freitag der »Süddeutschen Zeitung« zum Fall Hohlmeier gesagt: »Wenn sie sagt, sie hat niemanden erpresst und auch kein Dossier angelegt, sagt sie die Unwahrheit.« Die Kultusministerin will aber bislang ihr Amt nicht aufgeben. In der Münchner »Abendzeitung« wird sie mit den Worten zitiert: »Ich habe noch keine Sekunde an Rücktritt gedacht.«

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