Votum für Verjüngung
Schneider neuer Chef der CSU-Oberbayern

Der mächtige CSU-Bezirksverband Oberbayern wird künftig vom bayerischen Kultusminister Siegfried Schneider geführt. Mit der Wahl des 51-Jährigen nahmen die Delegierten des Bezirksparteitages in Mühldorf a. Inn am Samstag zugleich eine Verjüngung an der Spitze vor.

HB MÜHLDORF AM INN. Schneider erhielt in einer Kampfabstimmung 277 der 440 gültigen Stimmen, für den 60-jährigen Wissenschaftsminister Thomas Goppel votierten lediglich 163 Delegierte. Eine Stimme war ungültig. Schneider folgt auf Landtagspräsident Alois Glück (67), der nach 13 Jahren an der Spitze des mitgliederstärksten CSU-Bezirksverbandes nicht mehr kandidiert hatte. Der Bezirksverband Oberbayern ist die einflussreichste aller zehn CSU-Regionalgliederungen. Aus Oberbayern kommen rund 25 Prozent aller Parteimitglieder.

Die Wahl galt als Test dafür, wie CSU-Delegierte mit einer Kampfkandidatur umgehen. Auf dem Landesparteitag im Herbst in München stehen Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber und Bundesagrarminister Horst Seehofer zur Wahl um die Nachfolge von Parteichef Edmund Stoiber. Der Ministerpräsident hatte im Januar in der Bespitzelungsaffäre um die Fürther Landrätin Gabriele Pauli seinen Ämterverzicht für Ende September erklärt.

Stoiber forderte die Unionsparteien in seiner Rede zu einer selbstbewussten und kämpferischen Auseinandersetzung mit der Linken auf und kritisierte scharf ihren Vorsitzenden Oskar Lafontaine. Gleichzeitig warnte er vor Koalitionsspekulationen. CDU und CSU müssten alles daran setzen, aus eigener Kraft regieren zu können, sagte Stoiber. Ampelkoalitionen etwa mit den Grünen lehnte er ab. „Die CSU will keine Jamaika-Koalition.“ Seine Partei wolle nicht mit Grünen-Politikern wie Jürgen Trittin, Renate Künast oder Hans- Christian Ströbele zusammenarbeiten, betonte der CSU-Chef.

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