Wähler der Linkspartei
Rüttgers will Protestwähler zurückgewinnen

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) will die Protestwähler der Linkspartei „für das demokratische Spektrum“ zurückgewinnen. Zudem appellierte er in einem Interview an die soziale Verantwortung der Unternehmen und forderte Korrekturen an Sozialreformen.

HB BERLIN. Die allermeisten Wähler der Linken wollten „einfach nur „denen da oben' zeigen, dass sie sich im Stich gelassen fühlen“, sagte Rüttgers, der auch stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ist, der Wochenzeitung „Die Zeit". Diese Protestwähler könnten die Parteien „zurückholen“. Er mache sich für die Landtagswahlen im Jahr 2010 keine Sorgen. In Nordrhein-Westfalen werde die Linke nicht über fünf Prozent kommen.

Rüttgers appellierte an die soziale Verantwortung der Unternehmen in Deutschland. Kein Unternehmen könne sich auf Dauer halten, wenn es nur die Interessen der Aktionäre bediene. Es könne nicht sein, „dass die Unternehmer für die ökonomischen Gewinne da sind, und die Politik ist für die sozialen Verluste zuständig“.

Rüttgers forderte weitere Korrekturen sozialpolitischer Entscheidungen. Wer 35 Jahre lang Beiträge gezahlt habe, der müsse eine Rente oberhalb des Niveaus von Hartz IV bekommen, selbst wenn er nur niedrige Beiträge leiste. Dies folge dem Grundsatz, dass, wer arbeite, mehr Rente haben müsse als jemand, der nicht arbeite.

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