Wählerwanderung
Volksparteien verlieren Mitglieder

CDU und SPD haben im ersten Halbjahr 2006 nach Handelblsatt-Informationen erheblich an Mitgliedern verloren. Vor allem Unionswähler wandern offenbar zu einer der kleineren Parteien ab.

HB BERLIN. Wie das Handelsblatt aus den Parteien erfuhr, sackten die Zahlen bei der CDU bis zum 30.Juni auf 565 079 Mitglieder ab, was einen Verlust von gut 4 000 Mitgliedern gegenüber dem Jahresende 2005 bedeutet. Der vor der Bundestagswahl positive Trend ist damit gebrochen. Die SPD verlor sogar 13 000 Mitglieder und verzeichnete Ende Juni noch 573 799 Parteigenossen.

Nur ein einziges Bundesland, nämlich Niedersachsen, weist bei der CDU eine positive Entwicklung aus. Dort wächst der Landesverband seit Jahresbeginn kontinuierlich. Niedersachsen hat Baden-Württemberg dabei bereits im Februar als zweitgrößter Landesverband der CDU abgelöst. An erster Stelle steht weiter Nordrhein-Westfalen.

In der Union sorgt man sich, dass sich vor allem Wähler und Mitglieder aus das wirtschaftsnahen Teil der Partei den Liberalen zuwendet. Tatsächlich verzeichnet die FDP weiter steigende Mitgliederzahlen. „Allein im ersten Halbjahr haben wir die Zahl der Mitglieder um rund 500 gesteigert", sagte Hans-Jürgen Beerfeltz, Bundesgeschäftsführer der FDP, dem Handelsblatt. "Seit der Bundestagswahl verzeichneten wir 5082 Neueintritte." Dem stünden Verluste von 3 820 gegenüber. Die Mitgliederzahl der Liberalen lag Ende 2005 bei rund 65 000.

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