Waffenrecht
Bund verzichtet auf Paintball-Verbot

Kleiner Sieg für Freizeitkämpfer: Die Bundesregierung will bei der Verschärfung des Waffenrechts auf das Verbot des Jagdspiels Paintball verzichten. Zumindest vorerst. Stattdessen soll ein Gutachten eingeholt werden, in dem etwa mögliche Altersbeschränkungen untersucht werden.

HB BERLIN. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, hat die geplanten Verschärfungen des Waffenrechts als ausgewogenes Konzept mit sehr viel Augenmaß verteidigt. Die Kritik der Kriminalbeamten wies er zurück. "Wir haben uns zu Dingen entschlossen, wo wir auf der ganz sicheren Seite sind", sagte Wiefelspütz. Er verwies auf die nur noch knappe Beratungszeit bis zum Ende der Legislaturperiode.

Die Veränderungen am Waffenrecht "schulden wir der Öffentlichkeit völlig unabhängig von Winnenden", sagte Wiefelspütz. Der Koalitionsvorschlag könne allerdings kein Patentrezept sein. "Ein Amoklauf kann sich jeden Tag an jeder Stelle wiederholen."

Der SPD-Experte sagte, das am Dienstagabend ausgehandelte Konzept der Innenpolitiker müsse noch von den Koalitionsfraktionen gebilligt werden. Dort gebe es viele kritische Stimmen. Er halte das Spiel, bei dem Erwachsene mit Farbkugeln aufeinander schießen, für sittenwidrig. "Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Paintball und Winnenden", räumte Wiefelspütz zugleich ein. Dies sei eher eine Frage der Menschenwürde.

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