Wahl-Countdown
Angela Merkel hat in Deutschland schon jetzt das Sagen – im Fernsehen

Im Ranking des Handelsblatts liegt die Unions-Kanzlerkandidatin vorne.

DÜSSELDORF. Ist Angela Merkel vielleicht doch telegen? Gibt die herbe Politikerin mehr Rätsel auf als Gerd-Dampf-in-allen-Gassen? Oder betreiben deutsche TV-Sender heimlich Wahlkampf? Klar ist, dass die Unions-Parteichefin fast sieben Mal (!) häufiger im Fernsehen auftaucht als Bundeskanzler Gerhard Schröder. In einem Ranking von Handelsblatt.Com kommt Merkel am Dienstag auf 81 Sendeminuten, Schröder nur auf 12. Auch am Montag lag die CDU-Frau vor dem SPD-Politiker - mit 27 Sendeminuten Vorsprung. Das MediaWatch Institut für Medienanalysen wertet gemeinsam mit der Datenbank Genios täglich die gesendeten O-Töne der Spitzenpolitiker in den reichweitenstärksten Abendnachrichten aus. Das sind die ARD-Tagesschau, ZDF-heute, RTL-aktuell und Pro-Sieben-Newstime.

In der Presse hat Merkel weniger zu melden. Dort verdrängte Schröder sie von Platz eins. Während die Zeitungen am Montag der CDU-Parteichefin den Vorrang gaben, lag der Bundeskanzler am Dienstag mit 605 Nennungen vor Merkel. Die Unionskanzlerkandidatin kam nur auf 526. Bei dem Ranking zählt das MediaWatch-Institut, wie oft die sechs auflagenstärksten überregionalen Zeitungen die Politiker nennen.

Weit abgeschlagen hinter Merkel und Schröder tauchen übrigens die anderen deutschen Spitzenpolitiker in den Medien auf. Trotz ihrer rhetorischen Brillanz waren Joschka Fischer, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Guido Westerwelle den großen Fernsehsendern in den Abendnachrichten keine Sendesekunde wert.

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