Wahl-Countdown in Berlin
Wowereit in Psycho-Klinik – für Hunde

Noch sechs Tage bis zur Wahl in Berlin. Wortgewaltig attackieren die Parteien ihre politischen Gegner. Nur ein Kandidat muss sich nicht mehr beweisen und widmet sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens.
  • 5

BerlinBerlin wählt - am Sonntag. In den letzten Tagen vor der Wahl geben die Partei noch einmal richtig Gas. Wählermobilisierung heißt das Zauberwort. Wem das am besten gelingt, sammelt die meisten Stimmen ein. Einfach ist das nicht. Das weiß auch Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast. Sie will selbst nur dann in Berlin bleiben, wenn sie Regierende Bürgermeisterin wird. In der „Berliner Morgenpost“ kommt sie h daher auch kräftig ins Schwimmen. Die Zeitung aus dem Haus Axel Springer dokumentiert das Gespräch eines von ihr veranstalteten Leserforums. Und Künast muss sich gleich zu Beginn die Frage gefallen lassen, ob sie sich verzockt hat, weil sie sich in der alle möglichen Koalitionsoptionen offen gehalten habe.

Die kantige Grünen-Frontfrau hat sichtlich Mühe, zurechtzurücken, dass sie auch mit der CDU könnte, wenn sich die Möglichkeit ergebe. Sie habe schon immer bekannt, dass ihre Partei „offen“ in den Wahlkampf gehe, gibt sie zu Protokoll. Doch die „größte inhaltliche Schnittmenge und Präferenz für eine Koalition“ gebe es selbstverständlich mit der SPD. Und dieses Bekenntnis erwarte sie auch von den Sozialdemokraten. Über sich selbst verliert Künast kaum Worte, etwaige Nachfragen kommen erst gar nicht auf, nachdem sie klarstellt: „Es geht schließlich nicht um Personen, sondern um Inhalte.“

Um Inhalte geht es auch Gregor Gysi. Der Politstar der Linkspartei ist zwar als Fraktionschef der Bundespolitik verpflichtet, doch wenn es um Wahlkampf seiner in Berlin mitregierenden Genossen geht, ist der einstige Wirtschaftssenator natürlich mit dabei. Und es ist immer ein Freude, zu hören oder zu lesen, was er zu sagen hat, wie heute in einem ganzseitigen Interview der linken Tageszeitung „taz“. Dass die Grünen hier vor allem ihr Fett abgekommen, liegt in der Natur der Sache, sie sind schließlich die Hauptkonkurrenten der Linken im Kampf um den Einzug ins Rote Rathaus. Gysi findet, die Grünen seien zu „elitär“ für die Hauptstadt. Sie begriffen nicht, dass die ökologische Umgestaltung nicht ohne das Soziale gehe. „Da sind die Grünen, die ja die bestverdienenden Wähler haben, unterbelichtet.“

Für Gysi ist klar, dass an Rot-Rot in Berlin kein Weg vorbei führt, weil, wie er sagt, „die anderen es nicht können“. Die FDP erwähnt der Linkspartei-Mann schon gar nicht mehr und für die Christdemokraten hat er nur Spott übrig: „Die CDU muss doch erst noch verstehen, dass der Kalte Krieg vorbei ist.“ Die sei im Osten der Stadt immer noch nicht angekommen. Er würde zwar nicht sagen, dass das Licht in Berlin ausgehe, wenn sie regiere. „Aber gut für die Stadt ist sie nicht.“

Seite 1:

Wowereit in Psycho-Klinik – für Hunde

Seite 2:

Wahlplakate mit Überraschungseffekt

Kommentare zu " Wahl-Countdown in Berlin: Wowereit in Psycho-Klinik – für Hunde"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Sozis müssen abgewählt werden . Überall wo SPD
    drauf steht wird nur Pleite produziert .
    Das beste Beispiel ist Basta Schröder .Der nur auf Kosten
    der Normalbürger regiert hat .

    Die Sozis sind nicht mehr wähbar für den Normalbürger

    und die Bürger von Berlin wählen keine SPD !!!

  • Es ist sehr schön zu wissen, das der sympathische und fleisige Wowereit für weitere Jahre Berlin regieren wird.

    Und es ist gut, das Renate Künast nunmehr im Fernsehen verkündet hat, das sie nicht mit der CDU ein Regierungsbündnis anstrebt; das hätte sie viel früher bekennen müssen, da nunmehr viele Stimmen der GRÜNEN an die Piratenpartei abgewandert sind und die Piraten nunmehr die Fünf-Prozent-Hürde aufgrund des Liebäugelns der Künast mit der CDU überspringen wird. In einer Grosstadt wie Berlin ist ein Regierungsbündnis zwischen GRÜNEN und CDU bei den GRÜNEN Wählern nicht vermittelbar, denn diese wollen das in grossen Teilen an der Basis nicht.

    Die nächste Regierungskoaltion dürfte SPD/GRÜNE lauten und das dürfte auch dem Mehrheitswillen der Wähler in Berlin entsprechen und das die GRÜNEN in Berlin in den letzten Monaten abgeschmirt sind, lag am Kuschelkurs mit der CDU, das fanden viele GRÜNEN Wähler vollkommen daneben.

    SPD und GRÜNE werden regieren und das ist gut so. Und die Piraten werdene erstmals in einem Landtag sitzen und das dürfte interessant werden.

  • Berlin muß von Deutschland abgekoppelt u. zur Schwulenhauptstadt erkärt werden .
    Die Stadt ist praktisch pleite ,bloß der Schwulenboss hat
    es noch nicht realisiert .
    Hauptsache Berlin ist Sexy . Dieser Spruch ist von
    Wowereit u. hat mit Politik nichts gemeinsam .
    Anstatt den Haushalt in Ordnung zu bringen , tönt
    Wowereit durch TV-Shows mit seinen blöden Sprüchen.

    Man sollte diesen Herrn mal auf Dienstunfähigkeit
    untersuchen lassen !

    Berlin ist eine Pleitestadt u. Wowereit muß abgewählt
    werden!

    Die Bürger von Berlin haben es bei der nächsten Wahl in der Hand u. wählen den Sozen ab .

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%