Wahl
Für Mappus tickt die Uhr

Es ist ein Schicksalstag für CDU-Ministerpräsident Mappus – wohl deshalb liegt die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg deutlich höher als vor fünf Jahren.
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Stuttgart/MainzDie spannendsten Landtagswahlen des Superwahljahres 2011 haben die Wähler mobilisiert: Sowohl Baden-Württemberg als auch Rheinland-Pfalz haben am Sonntag mit deutlich höherer Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren einen neuen Landtag gewählt. Insgesamt waren rund elf Millionen Menschen aufgerufen, ihr Votum abzugeben. Die Grünen können nach letzten Umfragen in beiden Ländern mit hohen Zugewinnen rechnen. In Stuttgart scheint ein Wechsel von Schwarz-Gelb zu Rot-Grün möglich. In Mainz könnte sich die seit fünf Jahren mit absoluter Mehrheit regierende SPD mit Hilfe der Grünen an der Macht halten.

Die Wahlkämpfe wurden am Schluss stark von der Atomkatastrophe in Japan und der neuen Debatte über die Zukunft der Kernenergie in Deutschland überlagert. Vor allem vom Votum in Baden-Württemberg werden Auswirkungen auf die Bundespolitik erwartet. Dort war der Andrang in den Wahllokalen so groß, dass es teilweise zu Wartezeiten kam. Zudem haben mehr Menschen als früher die Briefwahl genutzt.

Unabhängig vom Ausgang der Landtagswahlen will Guido Westerwelle als FDP-Chef und Außenminister im Amt bleiben. Der 49-Jährige werde „unter keinen Umständen“ zurücktreten, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa noch vor Schließung der Wahllokale aus Westerwelles Umgebung.

In Baden-Württemberg gaben bis 14.00 Uhr 30,7 Prozent der 7,8 Millionen Berechtigten ihre Stimme ab, teilte Landeswahlleiterin Christiane Friedrich in Stuttgart mit. Bei der Landtagswahl 2006 hätten eine Stunde später erst 29,8 Prozent der Bürger ihr Kreuzchen gemacht. Bei der Landtagswahl 2006 hatte die Beteiligung insgesamt einen Tiefstand von 53,4 Prozent erreicht.

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