Wahl im Südwesten: Alles ist möglich - der Wechsel wahrscheinlich

Wahl im Südwesten
Alles ist möglich - der Wechsel wahrscheinlich

Heißer Wahlkampf in Baden-Württemberg: Umfragen favorisieren Grüne und SPD, doch sind viele Wähler noch unentschlossen. Schwarz-Gelb setzt bis zuletzt auf bundespolitische Schwergewichte, um das Kernland zu halten.
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Stuttgart/MainzAm wichtigsten Wahltag des Jahres steht am Sonntag nicht nur in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz viel auf dem Spiel, sondern auch im Bund. Eine Abwahl des schwarz-gelben Bündnisses in Stuttgart wäre eine historische Zäsur und hätte Auswirkungen auf die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Nach Umfragen vom Freitag scheint dies durchaus möglich zu sein. In Rheinland-Pfalz geht es am Sonntag vor allem darum, ob Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) weiter allein regieren kann.

In Hessen werden zudem die Kommunalparlamente gewählt. Insgesamt sind in allen drei Bundesländern 15,5 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen. Bei den Abschlussveranstaltungen im Wahlkampf warben die Parteien am Freitagabend noch einmal mit prominenter Hilfe aus Berlin für sich: Im strategisch wichtigen Baden-Württemberg traten Kanzlerin, Außenminister und Parteichef auf.

Nach den Meinungsumfragen könnte eine rot-grüne Regierung unter Nils Schmidt oder eine grün-rote mit Winfried Kretschmann als erstem grünen Ministerpräsidenten Deutschlands das Ruder übernehmen. Erstmals könnte die Linke in den Landtag kommen oder aber auch die FDP in ihrem Stammland aus dem Parlament fliegen. Es wäre das Ende einer fast 58 Jahre währenden CDU-Dominanz zwischen Main und Bodensee und für Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) das Aus nach nur gut einem Amtsjahr.

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  • Was heißt da Schwergeicht?
    Das ist doch ein Scheiß-Leicht-Gesicht die Angie!

  • Und von wegen "starke Preissteigerungen" wegen der erneuerbaren Energie bei den Strompreisen.

    Die Wahrheit ist, dass die Future-Preise für eine MWh an der Leipziger Energiebörse aktuell am 7-jährigen Durchschnitt liegen:

    http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Phelix%20Futures%20|%20Terminmarkt/Phelix%20Futures%20Chart%20|%20Terminmarkt/futures-chart/F1BY/2012.01/2011-01-19/a/-/0/0/-

    D.h. dass falls man die Inflation rausrechnet, dann liegt der Preis für eine MWh am Future-Markt derzeit bei 50 €/MWh - als im unteren Bereich innerhalb von 10 Jahren.


    Das Strommonopol muss unbedingt irgendwie aufgebrochen werden. Denn Strom ist akutell günstig, nur geben die Versorger keine Preissenkungen weiter, sondern streichen
    die Differenz ein und weisen das als Gewinn aus.

    Fakt ist auch, dass offensichtlich die erneuerbaren Energien auf den Strompreis (durch erhöhtes Angebot) dämpfend wirken. Denn Strom aus Windkraft ist inzwischen absolut wettbewerbsfähig (5-9 Cent/KWh) und Solarenergie ist auf dem besten Weg zur Wirtschaftlichkeit mit 18,3 Cent (bei 1 MW-Anlage) im Vergleich zu 2004 mit 54 Cent (bei 1 MW-Anlage).


    Die Frage ist nur noch, wie man erzeugten Strom wirtschaftlich speichern kann und ob man es überhaupt muss (Stichwort Smart-Grids).

  • Wie ehrlich es die regierenden Parteien mit der Atompolitik und der Libyenfrage meinen, werden wir erst erfahren, wenn die wichtigsten Landtagswahlen vorbei sind. Es wird dann sicher neue enttäuschte Wähler geben. Aber bis zur Bundestagswahl ist das ja alles wieder vergessen - oder doch nicht?

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